Wege zu neuen Ideen – 3. Kreativtag Forum Innovation

IHK Bonn/Rhein-Sieg gibt Tipps zu Kreativität im Unternehmen

Kreativität und Technik – beim Kreativtag Forum Innovation der IHK Bonn/Rhein-Sieg schließt sich das nicht etwa aus, sondern gehört eng zusammen. Oder im Umkehrschluss: ohne Kreativität keine technische Weiterentwicklung. „Kreativität im Unternehmen“ ist der Titel einer Workshopreihe, die in der Tapetenfabrik unter dem herausfordernden Arbeitstitel „Virtuelle Welten“ jetzt in die dritte Runde ging.

„Kreativität kann nicht befohlen werden“, sagte Christine Lötters, Moderatorin der Veranstaltung. Björn Schmitz, der erste Referent und Inhaber der Firma „CG Art Studio“, ein 3D-Animationsstudio in Bonn, formulierte seine Kreativität sehr simpel: „Am Anfang ist die Idee“, sagte er. Und die Ideen kommen ihm oft im Schlaf. Er gehört zu den Menschen, die morgens noch wissen, was sie nachts geträumt haben.

Gleich nach dem Aufstehen setzt er sich an den Schreibtisch und notiert alles, was ihm durch den Kopf geht. Obwohl er in seinem Studio moderne Technik einsetzt, greift er ganz am Anfang eines Entwicklungsprozesses zu Bleistift und Papier und erstellt, so gibt er offen zu, auch schon mal „Kindergartenskizzen“.

Professor André Hinkenjann von der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg zeigte als zweiter Referent auf, was heute technisch machbar ist, um „Virtuelle Welten“ zu erzeugen und erlebbar zu machen. Sein Fazit lautete: Kosten können gespart, Fehler in der Konstruktion vermieden und Planungen beschleunigt werden. Doch in diese virtuellen Welten eintauchen könne man nur über Kreativität.

Jürgen Feldkamp von der Deutschen Telekom, der im Bereich ?Products and Innovation? arbeitet, sagte, dass das Thema Virtualisierung sehr gut zu seinem Job passt. Marcus Mitter, der sich als Selbstständiger mit 360 Grad Aufnahmen und virtuellen Rundgängen beschäftigt, gestand, dass für ihn das persönliche Networking im Mittelpunkt steht. Aber auch zu sehen, was die Referenten anbieten, sei für ihn wertvoll. Karl-Josef Mittler ist Geschäftsführer der Intuvation GmbH. Er beschäftigt sich mit Dienstleistungs-Innovation, etwas, was schwer greifbar sei. „Virtuelle Gedanken spielen dabei für mich eine große Rolle“, bemerkt er. Neue Gedanken und neue Erfahrungen möchte er für sich mitnehmen.

„Demnächst machen wir virtuellen Urlaub zu Hause auf der Couch“, fasste Christine Lötters am Ende der Vorträge die Möglichkeiten zusammen, die sich in den virtuellen Welten auftun. Möglich, so zeigte der Workshop, wäre dies – doch ob das einer der Teilnehmer möchte, das darf bezweifelt werden.

Dieser Artikel ist erschienen im Online-Portal Generalanzeiger Bonn und in den Beueler Nachrichten.

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