Industrie 4.0 geht nicht ohne MES – Podiumsdiskussion brachte es auf den Punkt

Hochkarätig besetzte Gesprächsrunde auf der CeBIT 2015 zeigte aktuelle Handlungsfelder für klein- und mittelständische Unternehmen auf

Industrie 4.0 ist nicht mehr aufzuhalten. Aktives Handeln ist vor allem im Mittelstand gefragt. Hier müssen die verantwortlichen Umdenken, um auf die fundamentalen Änderungen in Folge von Industrie 4.0 vorbereitet zu sein. Industrie 4.0 ist unvermeidlich, so die Kernaussagen der Experten auf dem Podium.

Gesprächsrunde MES auf der CeBIT 2015 mit Dr. Christine Lötters

Gesprächsrunde MES auf der CeBIT 2015 mit Dr. Christine Lötters

Auf dem ERP-Forum diskutieren namhafter Softwarehäuser unter Moderation von Dr. Christine Lötters über die Frage, welche konkreten Auswirkungen diese Veränderungen auf die gängige Softwarelandschaft haben werden? Und wie sich vor allem klein- und mittelständische Unternehmen bereits jetzt aufstellen können.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei immer wieder die Frage, Industrie 4.0 mit oder ohne ein MES. Wird es zukünftig neben einem ERP überhaupt noch Speziallösungen, wie ein MES geben? Werden die erforderlichen Funktionen weitgehend in einer Lösung, also einem ERP integriert? Welche Auswirkungen auf die Abläufe in den Unternehmen hat die sich selbststeuernde Produktion? Unumstritten ist, dass die Unternehmensabläufe horizontal und vertikal – bis auf Automatisierungsebene – integriert werden müssen.

Konkrete Tipps für die Umsetzung des Paradigmas Industrie 4.0 in den Unternehmen gaben Karl M. Tröger, PSIPENTA Software Systems GmbH, Berlin, Burkhard Röhrig, GFOS mbH, Essen, Michael Möller, Geschäftsführer der gbo datacomp, Augsburg, Sabine Dörr, Geschäftsführende Gesellschafterin der tisoware GmbH, Reutlingen, sowie Dr. Volker Liestmann , Senior Consultant bei der Trovarit AG.

Einig waren sich die Experten, dass diese industrielle Revolution nicht aufzuhalten ist und sie weit über die Veränderung der IT Systeme hinausgehen wird. Neben der IT müssen die Mitarbeiter in den Unternehmen entsprechend eingebunden werden. Sie müssen auf die Anforderungen vorbereitet werden.

Sichere Daten unter Industrie 4.0 sind ein Muss

Podiumsdiskussion mit hochkarätig besetzter Gesprächsrunde auf der CeBIT 2015 zeigte Schwachstellen auf

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Dr. Christine Lötters im Gespräch auf dem Trovarit ERP-Forum auf der CeBIT 2015

Sichere Daten und Industrie 4.0 – diese Kombination überzeugte auch die Besucher der CeBIT, bereits zu Beginn der Diskussion war kaum noch ein Platz im Auditorium des ERP-Forums in Halle 5 zu finden. Unter Leitung von Dr. Christine Lötters diskutierten auf dem Trovarit ERP-Forum der CeBIT 2015 Karl M. Tröger, PSIPENTA Software Systems GmbH, Berlin, Burkhard Röhrig, GFOS mbH, Essen, Goodarz Mahbobi, axxessio GmbH, Bonn und Helmut Fallmann, Fabasoft AG, Linz.

In den kurzweiligen 45 Minuten ging es um Anforderungen an die Sicherheit der Unternehmensdaten im Zeitalter umfassender Vernetzung unter Industrie 4.0. Sich selbst-steuernde Systeme erfordern Vernetzung und ständigen Datenaustausch. Hier dürfen Sicherheitslücken erst gar nicht entstehen. Sichere Daten sind deshalb als Voraussetzung für Industrie 4.0 von größter Bedeutung, denn die flächendeckende Umsetzung dieser neuen Produktionsstruktur ist nicht aufzuhalten. Wie sich KMUs bereits im Vorfeld zielgerichtet vorbereiten können, zeigten die Firmenvertreter auf. Klar wurde, Beratungs- sowie Softwarehäuser arbeiten bereits seit längerer Zeit an umfassenden Konzepten.

Einig waren sich die Experten vor allem darüber, dass es eine 100-tige Sicherheit nicht geben kann, auch sind Cloudlösungen nicht mehr aufzuhalten. Lediglich die Rahmenbedin-gungen, wie der Standort der Cloud-Server und der Umgang mit dem Thema Daten-sicherheit in den Unternehmen selber kann noch gesteuert werden. Gerade Hackerangriffen aus den Unternehmen selbst, stehen die Unternehmen oftmals unvorbereitet gegenüber. Hier sind zum einen die Datenschutzbeauftragen der Unternehmen gefragt, zum anderen aber auch Konzepte, die nach dem Zwiebelschalenprinzip Schutzanforderungen für unterschiedliche Unternehmensdaten festlegen, denn nicht alle Daten sind in gleichem Maße sensibel und unterliegen strengsten Sicherheitsanforderungen.

Unser neues Gesicht im IHK-Magazin

Kurznotiz im IHK-Magazin „Die Wirtschaft“ Ausgabe März 2015
in der Rubrik „Unsere Region“ auf Seite 41

IHK Magazin 3-2015_SCL mit neuer HP

IHK-Magazin über Nominierungsevent Ludwig 2015

Auch im IHK-Magazin “Die Wirtschaft” Ausgabe März 2015 wird über den Nominierungsabend zum Ludwig 2015 berichtet – auf Seite 42 in der Rubrik “Standortpolitik/Service” – mehr Informationen rund um den Großen Preis des Mittelstandes und den Ludwig 2015 finden Sie hier

IHK Magazin 3-2015_Ludwig-Nominierungsabend

Ludwig auch im SU-Report

Wir freuen uns über die Berichterstattung im SU-Report, Ausgabe 2-2015

Ludwig SU-Kontakt 2-2015

ERP versus MES: Diskussionsrunde auf der CeBIT

Kurzbericht in „Der Betriebsleiter“ – Ausgabe 03/2015 über unsere Podiumsdiskussionen auf dem Trovarit ERP Forum 2015 in Hannover auf der CeBIT

Trovarit-Forum2015_Der Betriebsleiter 3-2015

Interview ONTOBusiness mit Dr. Christine Lötters

Titelbild_Interview_ONTOBusiness

Interview mit Frau Dr. Christine Lötters zum Thema „Ludwig“ und “ Großer Preis des Mittelstandes“

Bonn, 02. März 2015
OntoBusiness: Sie sind die Projektleiterin des „Ludwig“. Worum geht esbei diesemPreis?
Christine Lötters: „Ludwig“ und „Großer Preis des Mittelstandes“ sind Wettbewerbe für klein undmittelständische Unternehmen. Interessierte Unternehmen können sich bewerben und werden ausgewählt und dann entsprechend nominiert. In der sich anschließenden Wettbewerbsrunde müssen Sie jeweils (Bonn für den Ludwig; Leipzig – Großer Preis) eine Jury von sich und ihren Leistungenüberzeugen. Doch ist bereits die Nominierung ein Gewinn für die Unternehmen.
OntoBusiness: Wer darf an diesem Wettbewerb teilnehmen?
Christine Lötters: Alle klein-und mittelständischen Unternehmen der Region, die sich bereits am Markt bewährt haben. Existenzgründer sind in der Region nicht zugelassen. Teilnehmen können alleUnternehmen aus allen Branchen.
OntoBusiness: Was für einen Nutzen bringt der Preis für die teilnehmenden Unternehmen?
Christine Lötters: Die Mittelständler können durch die Teilnahme auf sich aufmerksam machen. Der Wettbewerb gibt Ihnen die Möglichkeit, über sich zu berichten. Zudem haben sie die Chance, sich untereinander kennenzulernen, also aktiv zu netzwerken und miteinander ins Gespräch zukommen. Geschäfte macht man mit Unternehmen, die man kennt. Das ist die Idee dahinter und das sich Kennen ist für den Mittelstand noch wichtiger als für Großunternehmen.
Interview: @OntoBusiness – Sabahattin Cakiral – www.ontobusiness.net
das Interview als Online-PDF