Erfolgreiche Bilanz: Podiumsdiskussionen auf der CeBIT 2016 zu Industrie 4.0, Unternehmen 4.0 und Arbeitswelt 4.0 standen im Fokus des Interesses

Die Podiumsdiskussionen rund um die Zukunftsthemen Industrie 4.0, Unternehmen 4.0 und Arbeitswelt 4.0 auf der CeBIT wurden hervorragend angenommen. Sowohl die Diskussionen am ersten Messetag – 14.3.16 – als auch die beiden am Mittwoch – 16.3.2016 – regten zahlreiche Zuhörer zu weiteren Gesprächen auf den Ständen der Aussteller an. „Wir haben unser Ziel voll erfüllt“, erklärt Moderatorin und Organisatorin Lötters, Inhaberin der Kommunikationsagentur SC Lötters, Bonn.

Am CeBIT-Montag stand das Thema „Datensicherheit“ auf dem Programm. Experten, darunter u.a. Dr. Herbert S. Halder, Geschäftsführer der PSI Automotive & Industry GmbH, Dr. Günther K. Möckesch, Director Technology and Product Management der asseco Solutions AG sowie Goodarz Mahbobi, Geschäftsführer der axxessio GmbH, gaben Tipps rund um das wichtige Thema Sicherheit in Unternehmen.

Gerade mittelständische Unternehmen seien das Angriffsziel zahlreicher Cyberattacken. Das muss nicht sein, waren sich die Experten einig. Schließlich lassen sich bereits mit kleinen Maßnahmen erste Sicherheitslücken schließen, um für die Industrie 4.0 richtig aufgestellt zu sein. Einig waren sich die drei Experten auch dahingehend, dass ein Konzept der erste notwendige Schritt zu mehr Sicherheit sei.

Auch das im Anschluss stattfindende Gespräch mit Franz Langecker, Chefredakteur der HR Performance und exzellenter Kenner der Branche, zum Thema Arbeitswelt Silicon Valley in Deutschland, erreichte eine breite Zielgruppe. Besonders zahlreich vertreten waren junge Zuhörer.

Der CeBIT-Mittwoch sprengte zeitweise sogar den Rahmen des Forums und sorgte für große Zufriedenheit bei allen Teilnehmern. Freie Sitzplätze waren Mangelware. Das Thema am Vormittag „Arbeitswelt 4.0: Technologischer Wandel erfordert Flexibilität, sind menschenleere Hallen das Ergebnis?“ sorgte ebenso für großes Interesse wie das Thema „Unternehmen 4.0: Flexibler Personaleinsatz, die Planung macht den Unterschied“ am Nachmittag. In beiden Diskussionen zeigten namhafte Experten Lösungsszenerien aus der Praxis auf. Im Gespräch am Vormittag referierten Burkhard Röhrig, Geschäftsführer der GFOS mbH und Walter Elsner, Geschäftsführer der PCS Systemtechnik darüber wie Hardware und Software, sich ergänzen und Mitarbeitern die tägliche Arbeit erleichtern. Timon Vielhaber, Geschäftsführer des Start-up World of VR GmbH aus Köln, vertrat den Part der Virtual Reality. Er zeigte neue Wege auf, Arbeit auszuführen und zu gestalten. Veränderungen hat es immer gegeben und wird es immer geben, waren sich die Experten sicher. Hierauf sollten sich beide Seiten rechtzeitig einstellen und aktiv an der Veränderung mitarbeiten. Dies gaben die drei Experten den Zuhörern mit auf den Weg.

Zur Diskussion am Nachmittag waren neben Softwareexperte Röhrig, Guido Zander, Geschäftsführer der SSZ Beratung GmbH und Peter Friedrich, Head of Human Resources Germany der Nordzucker AG gekommen. Alle drei diskutierten über mögliche Grenzen der Flexibilität sowie deren Folgen für die Mitarbeiter. Müssen diese rund um die Uhr verfügbar sein? Auch zur Frage nach der Einbindung des Betriebsrates, wenn eine Personaleinsatzplanungslösung eingeführt werden soll, gaben die drei Diskutanten wertvolle Tipps. Alle Beteiligten von Beginn an einbinden, so schafft man Klarheit und Vertrauen, waren sich die drei einig.

Einhelliges Fazit bei Besuchern wie Teilnehmern war schließlich, dass der Mix aus Format und Thema darüber entscheidet, ob eine Podiumsveranstaltung besucht wird oder nicht. Reine Anwendervorträge hätten weitgehend ausgedient. Bei Interesse schaue man sich das Angebot kurz auf der Messe an oder ließe ausgesuchte Anbieter zu einer Präsentation ins Haus kommen. „Diskussionen, wie diese auf der CeBIT, werden genutzt, um sich von der Fachkompetenz eines Anbieters zu überzeugen. Ist das der Fall, sucht man das intensivere Gespräch auf den Ständen“, resümiert Lötters und freut sich auf eine Fortsetzung zur CeBIT 2017.

Arbeitswelt 4.0 – Maschinen statt Menschen „Virtual Reality“ hält Einzug in die Unternehmen

Experten diskutieren auf der CeBIT 2016 über die Anforderungen des technologischen Wandels an die Unternehmen in der Arbeitswelt 4.0 auf dem ERP Forum in Halle 5

Der digitale Wandel macht vor der Arbeitswelt 4.0 keinen Halt. Doch bedeutet dies, dass die Menschen aus den Fertigungshallen verschwinden? Nein, ganz sicher nicht. Doch wird sich die Arbeitswelt 4.0 verändern. Digitale Technologien werden die Menschen unterstützen und sie anleiten. Wie dies erfolgen kann und was diese digitale Transformationen konkret für die Unternehmen bedeuten kann, darüber diskutieren drei Experten der Branche auf der CeBIT 2016.

Angetreten sind Walter Elsner, Geschäftsführer der PCS Systemtechnik GmbH, Burkhard Röhrig, Geschäftsführer der GFOS mbH und Timon Vielhaber, Geschäftsführer der World of VR GmbH. Die Diskussion wird geleitet von Dr. Christine Lötters, SC Lötters, Bonn.

Mobile Computing wird zum Standard, größtmögliche Flexibilität und Transparenz in den Unternehmensprozessen werden gefordert. Die Unternehmen werden mit immer komplizierter werdenden Abläufen und Veränderungen der technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Zukunftsfähige Lösungen auf Basis modernster Technologien sind eine Herausforderung, die Hard-/ Softwarehersteller gemeinsam mit ihren Kunden umsetzen müssen.

Doch was bedeutet dies konkret für die Unternehmen? Zum einen ganz sicher barrierefreie Hardware, die es jedem Mitarbeiter ermöglicht, sie zu bedienen und damit zu arbeiten. Zum anderen werden „virtuell Reality“ in den Unternehmensalltag einziehen. Eindeutige Anweisungen an den einzelnen Arbeitsplätzen, ohne dass Sprach- und Lesefähigkeiten erforderlich sind. Mitarbeiter unabhängig von ihrer Herkunft / Ausbildung sind so in der Lage, bestimmte Aufgaben, z. B. in der Logistik oder auch der Fertigung zu übernehmen. Schulungen können ebenfalls mittels virtueller Welten erfolgen. So lassen sich Schulungs- und Einführungskosten reduzieren. Die Simulation kann sehr detailliert erfolgen und zahlreiche Aspekte rund um neue Produkte lassen sich testen. Dies verstärkt die Lernerfolge und hilft, Fehler bereits im Vorfeld zu vermeiden. Hinter all dem steht eine sogfältige Planung der Ressource Mensch, ohne den es auch in der Arbeitswelt 4.0 nicht gehen wird.

Die Podiumsdiskussion findet auf dem ERP-Forum in Halle 5 am Mittwoch, dem 16.3.16 von 10.20 – 11.10 Uhr statt.