Neuromarketing – Komplex wie das Gehirn (04.09.18)

Bei der Begriffsdefinition fängt es schon an. Was ist Neuromarketing eigentlich genau? Und welche Gebiete werden davon erfasst? In der Fachwelt ist man sich uneins. Ist mit „Neuromarketing“ nur die neuralen Grundlagen von ökonomischen Paradigmen gemeint? Oder fallen auch neurowissenschaftliche Untersuchungen über sämtliche Abläufe im Gehirn (etwa Vertrauen, Persönlichkeit, Preisbildung etc.) darunter? Für den Marketingeinsatz wichtig ist eindeutig die erweiterte Betrachtungsweise. Denn nur wenn man die Abläufe im Gehirn in ihrer Gesamtheit versteht, kann man sich mit den grundlegenden Fragen des Marketings auseinandersetzen. Beim Neuromarketing wird also auf die Erkenntnisse aus Hirnforschung und Psychologie zurückgegriffen. Damit werden neue Marketingstrategien entwickelt, um Kunden gezielter zum Kauf anzuregen. Eine beliebte Methode der Analyse ist die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Dabei werden Probanden Reizen ausgesetzt. Die Tomografen machen Livebilder vom Gehirn. Je nach Reiz sind andere Hirnareale aktiv. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen herstellen.

Ein Schritt in Richtung – „Kaufknopf“ im Gehirn?

Nein, so ist es nicht. Diese anfänglich so euphorische Suche gilt mittlerweile als gescheitert. Dennoch bietet dieses Gebiet weiterhin viele Möglichkeiten, um Verbindungen zu erkennen. Die Anwendung der neurologischen Erkenntnisse ist nur etwas komplizierter als erhofft. Eigentlich überrascht das kaum. Immerhin sind wir Menschen auch komplizierte Wesen. Unterbewusst treffen wir Entscheidungen und gaukeln uns gerne vor, doch genau zu wissen, warum wir uns jetzt für dieses oder jenes Produkt entschieden haben. Stets führen wir einen Kampf aus: Emotion vs. Ratio.

Verstand versus Emotionen

Oftmals geht die Ratio dabei als Verlierer hervor. Denn das menschliche Gehirn schenkt emotional geprägten Inhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit. Dadurch bleiben diese besser in Erinnerung. Dann zeigte eine Studie aus 2004, dass für uns Menschen Marken und Image enorm wichtig sind, falls das nicht schon längst bekannt war. Probanden verkosteten die chemisch so gut wie identischen Getränke Pepsi und Coca-Cola. In einem Bilddurchlauf bevorzugte etwa die Hälfte der Probanden Pepsi. Die Sache sah wieder anders aus, als den Testpersonen vorher die Marken der Getränke genannt wurden. Auf einmal schmeckte Coca-Cola besser.

Der Weg ist das Ziel

Eine finale Lösung für optimale Marketingstrategien liefert uns das Neuromarketing bislang auch nicht. Sämtliche Erkenntnisse gewinnt man unter Laborbedingungen. In der Realität werden wir Kunden von ausgeklügelten Strategien angesprochen. Wir sind abgelenkt durch schreiende Kinder. Oder durch eine Nachricht von unserem gestrigen Date. Oder durch einen Song, der uns schon den ganzen Tag nicht aus dem Kopf geht und gerade im Supermarkt gespielt wird. Dennoch geben die Forschungsergebnisse des Neuromarketings wichtige Hilfestellung.

Aber nach wie vor gilt: Über Erfolg und Misserfolg entscheidet das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren.

Kinderherzen schlagen dank digitaler Währungsspende ein klein bisschen höher

Christine Lötters spendete die bei der Nutzung der regionalen Suchmaschine auskunft.de gesammelte Kryptowährung „Stellar Lumen“ für herzkranke Kinder.

 

Bonn, 18. Februar 2019 Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel. Neben der wohl bekanntesten, dem Bitcoin gibt es auch Stellar Lumen. Diese Währung erhalten Nutzer der App auskunft.de zukünftig als Gutschrift für das Hinterlassen ihrer Daten. „Wir durften diese die App unseres Kunden auskunft.de bereits über einige Monate testen und konnten so schon erste Stellar Lumen für unsere Daten in Form von Bewertungen und Fotos sammeln. Nun spenden wir diese an den Charity-Partner von auskunft.de, kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e. V.“, erläutert Christine Lötters, Inhaberin der Bonner Kommunikationsberatung SC. Lötters.

Seit Sommer 2018 begleitet das Bonner Unternehmen den IT Spezialisten Alpha9 Marketing, der die auf regionale Anbieter spezialisierte Suchmaschine auskunft.de betreibt. Die Kommunikationsspezialisten sorgen dafür, dass auskunft.de bekannter wird. Das Herzstück der Zusammenarbeit ist die Markteinführung der neuen App, die am 11.2.2019 im Beisein von Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Bonn stattgefunden hat.

Über vier Monate hinweg testeten Lötters und ihr Team, wie auch weitere Beta-Tester, die Funktionalitäten der auskunft.de App, gaben Hinweise und Tipps zur Weiterentwicklung. Parallel hinterließen sie Datenspuren, lieferten Content, indem sie regional ansässige Anbieter besuchten, Fotos hochluden oder Bewertungen abgaben. Hierfür wurden sie von auskunft.de belohnt und zwar in Form Stellar Lumen (XML). Diese sammelte Lötters in ihrer persönlichen Geldbörse innerhalb der App.

Und genau dies ist das Besondere der Suchmaschine. Statt wie bekannte amerikanische Suchmaschinen und Social Mediaanbieter hinterlassene Daten einfach zu sammeln und kostenlos zu nutzen, fragt auskunft.de vor jeder Datennutzung um Erlaubnis und entlohnt jede Zustimmung mit der Gutschrift von Stellar Lumen in der entsprechenden digitalen Geldbörse.

„Über die Testphase von 4 Monaten ist ein bisschen zusammengekommen“, erläutert Lötters und spendete den Betrag von 130 Stellar Lumen, umgerechnet etwas mehr als 9,- € für einen guten Zweck an kinderherzen.

Jetzt könnte man meinen, dass dies ein eher geringer Betrag sei und sich das Sammeln von Daten nicht lohne. „Bei Google, Facebook und Co wäre ich für die gleichen Informationen leer ausgegangen“ erläutert Lötters. „Zudem geht es um die Anerkennung einer Leistung, das Nutzen persönlicher Daten und nicht darum, einen neuen Beruf zu kreieren, den „auskunft.de Contentgenerator“, der Youtubern oder Influencern den Rang ablaufen soll“, schmunzelt die Kommunikationsexpertin mit Blick auf die Zielsetzung ihres Kunden auskunft.de.

Jens Hirschfeld von den kinderherzen freut sich über jeden Cent für seinen Verein und die Kinder, denen damit geholfen werden kann. „Uns ist jede Spende willkommen. Aber vor allen Dingen freuen wir uns, dass wir den Grundstein zu einer neuen Ära im Fundraising legen können. Spenden in Form von Kryptowährung, das ist neu und zukunftsorientiert“, erläutert Hirschfeld.

Bildunterschrift: Christine Lötters und Jens Hirschfeld

auskunft.de – eine Alternative zu Google?

Innovative App macht den Anfang und bezahlt für Nutzerdaten

Bonn, 11.02.2019 – Daten gegen Geld, so der innovative und faire Ansatz, den die regionale Suchmaschine auskunft.de mit ihrer neuen App verfolgt. Suchmaschinen brauchen Daten, um ihr Angebot attraktiver zu machen. „Das gilt für alle, also auch für Google & Co“, stellt Fabian Brüssel, Geschäftsführer der Alpha9 Marketing GmbH & Co. KG, fest. Im Gegensatz zu den genannten Suchmaschinen kommuniziert auskunft.de dies ganz offen und entlohnt vor allen Dingen seine User für ihre Daten, die sie in der neuen App hinterlassen können, aber nicht müssen.

Diese neue App wurde am 11. Februar im Beisein von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Öffentlichkeit präsentiert und zur Nutzung freigegeben. Neben dem Minister waren die Investoren, die hinter auskunft.de stehen, Greven Medien, das Röser Medienhaus sowie krick.com bei der feierlichen Vorstellung dabei. Für alle drei ist auskunft.de der Schritt klassisches Mediengeschäft und digitale Angebote stärker zu verzahnen.

Die Nutzung der App ist einfach und erfolgt intuitiv. Einmal angemeldet hat man seinen persönlichen Account, über den man sich identifiziert. Nutzer können mittels App Informationen über Anbieter und Kauferlebnis hochladen. Diese sind dann von anderen Nutzern einsehbar und dienen der Orientierung, wie man dies bereits von anderen Portalen kennt. „Auch nicht angemeldete User können Inhalte hochladen. Diese Informationen werden dann jedoch als anonym gekennzeichnet. So kann jeder Nutzer selbst beurteilen, wie glaubwürdig solch anonyme Informationen sind“, erläutert Fabian Brüssel, der mit seinem Team die regionale Suchmaschine auskunft.de entwickelt und betreibt.

Grundsätzlich ist für die regionale Suchmaschine ein ehrlicher Umgang mit Kundendaten von zentraler Bedeutung. „So werden nur die Daten der angemeldeten Nutzer registriert, von allen anderen Nutzern werden keine Daten erfasst. Sie suchen anonym und bleiben das für uns auch“, erläutert Brüssel, dem die Einhaltung deutscher Datenschutzbestimmungen sehr wichtig ist.

Bewertungen und Fotos der eingeloggten Benutzer haben aus Sicht der Betreiber von auskunft.de ein anderes Gewicht, als anonyme Informationen. Und da Fairness für auskunft.de sehr wichtig ist, will man die Suchmaschine dahingehend weiterentwickeln, dass die Bewertungen mit der Häufigkeit der Kundenbesuche in Verbindung gebracht werden sollen. „Die Bewertung eines Stammkunden hat sicherlich ein ganz anderes Gewicht, als die eines einmaligen Kunden, denn schließlich kann jeder mal einen schlechten Tag haben“, schmunzelt Brüssel.

Das Besondere der App, die Entlohnung für die hinterlassenen Daten erfolgt in Stellar-Lumen, einer Kryptowährung, die gegen Euro getauscht werden kann. Jeder angemeldete Nutzer bekommt eine eigene Geldbörse, in der er seine Entlohnung ansparen kann und über die er frei verfügen kann. Aktuell besteht neben der Möglichkeit, die Kryptowährung gegen Euro einzutauschen, die Möglichkeit an den kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e. V. zu spenden. Eine unkomplizierte und risikolose Möglichkeit, den Umgang mit Kryptowährung zu testen, finden die Macher von auskunft.de.

Auf die Frage nach dem „Warum eine Kryptowährung?“ gibt es bei auskunft.de eine klare Antwort: „Vertrauen, Schnelligkeit und Kostengründe gaben den Ausschlag. Mit keinem anderen Abrechnungssystem lassen sich Kleinstbeträge von A nach B transferieren. Und wir wollten unbedingt eine dezentrale Währung, die nicht einfach nach Lust und Laune entwertet werden kann, wie wir dies in der Vergangenheit bei zahlreichen Bonuspunktesystemen erlebt haben“, so Brüssel.

Mittelfristiges Ziel von auskunft.de ist es, als regionale Suchmaschine einen Beitrag zur engeren Vernetzung des digitalen und stationären Angebotes als Mehrwert für klein- und mittelständische Anbieter zu schaffen. Auf auskunft.de sieht man nach dem Einloggen auf den ersten Blick, welche Anbieter im Umkreis des Standortes zu finden sind und lernt bislang unbekannte Alternativen kennen. Die Anbieter selbst sind mit einem Klick zu finden, ohne dass sie sich selbst um eine Aktualisierung ihrer Daten kümmern müssen, denn das macht auskunft.de mittels hauseigener entwickelter Crawling-Technologie automatisch.

Brüssel ist sich sicher, dass eine regionale Suchmaschine wie auskunft.de sehr hilfreich sein kann, um die Attraktivität vieler Innenstädte wieder zu erhöhen.

Bild: Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Fabian Brüssel nach dem Go-Live der App auskunft.de

Bild: Fabian Brüssel (auskunft.de), Christina Hartmann (krick.com), Annette Röser-Letizky (Röser Medienhaus) und Patrick Hünemohr (Greven Medien) nach dem Go-Live der App auskunft.de

 

Die Bildrecht liegen bei Alpha9 Marketing GmbH & Co.KG, Fotografin: Nadine Kuhn

Alexa, das darfst du aber nicht weitersagen! (25.10.18)

„Alexa, mach mal Musik an. Irgendwas von Queen bitte!“ Schon höre ich Bohemian Rhapsody. „Und noch das Licht im Wohnzimmer dämmen, bitte!“ Schwupps, ist es romantischer. Und das alles, ohne aufstehen zu müssen. Aber Alexa kann noch mehr: Wenn ich vergessen habe, wann ich zum Zahnarzt muss, frage ich sie einfach. Wenn ich etwas googeln will, sowieso. Und bei entsprechender Vernetzung mit einem der Kooperationspartner von ihrem Schöpfer Amazon liest sie mir zum Beispiel auch Artikel von tagesschau.de oder Spiegel online vor, oder aber schließt meinen BMW, der draußen in der Garage parkt, ab. In den USA kann sie sogar meinen Kontostand abrufen und Pizza bestellen.

Ein authentischer Gesprächspartner

Alexa ist, wie zum Beispiel auch Siri von Apple oder der Google Assistant, ein sogenannter Intelligenter Persönlicher Assistent (IPA) oder auch Sprachassistent. Das bezeichnet eine Software, die Spracherkennung, -analyse und -synthese, also die künstliche Erzeugung der menschlichen Stimme, beherrscht. Der Benutzer kann den IPA also ansprechen wie einen Menschen und erhält Reaktionen in Form von natürlichsprachlichen Antworten oder technischen Ausführungen. Fortgeschrittenere Assistenten können sogar Rückfragen stellen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Das Ziel der Hersteller ist es, den Sprachassistenten einen möglichst authentischen Dialog mit dem Benutzer führen zu lassen. In den letzten Jahren nutzen immer mehr Menschen diesen persönlichen Begleiter. Besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen stellen Alexa & Co sicherlich eine große Erleichterung dar. Doch es gibt einen Haken: Wie immer zahlen die Benutzer mit ihren Daten.

Der Spitzel im Wohnzimmer

Die Geräte haben, ohne dass wir sie viel in Anspruch nehmen, von vornherein Zugang zu all‘ unseren elektronischen Daten: Kalender, Nachrichtendienste, Adressbücher usw. Wenn wir in Anwesenheit des IPA sprechen, wird alles (!) Gesagte an Datenzentren gesendet, weil die Verarbeitungsprozesse so aufwendig sind, dass sie nicht vor Ort von dem Gerät selbst geleistet werden können. Das bedeutet, dass alle Informationen, die der IPA aktiv oder passiv aufnimmt, außerhalb der eigenen vier Wände gespeichert werden. Unter Umständen sogar außerhalb der eigenen Landesgrenzen, wo andere Datenschutzgesetze gelten. Anders gesagt: IPA sind die besten Spitzel der Welt.

Uneingeschränkte Euphorie über diese neue angewandte Technologie der Künstlichen Intelligenz ist also sicherlich nicht angebracht. Wer Alexa & Co nutzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die neuen Bekannten keine Geheimnisse für sich behalten. (HM)

EMIKO entwickelt neues Produkt zur Oberflächenrottung

Der neue „RotteLenker“ wird ab Februar 2019 in Meckenheim verkauft

Meckenheim 04.02.2019 Die regenerative Landwirtschaft wächst auch in Deutschland kontinuierlich. Die Landwirte haben erkannt, dass sie andere Wege gehen müssen und setzen verstärkt auf alternative Produkte. „Auch wenn die meisten nicht vollständig auf eine ökologische Bewirtschaftung ihrer Höfe umstellen, nutzen Sie zunehmend die Produkte der EMIKO“, beginnt Christoph Timmerarens, Geschäftsführer der EMIKO Gruppe in Meckenheim.  Und so hat sich der Bereich Landwirtschaft der EMIKO-Gruppe entschlossen, einen Rottelenker auf den Markt zu bringen.

Der Rottelenker (ein Kräuterfermentprodukt) bringt durch die Kombination aus Kräutern und EM-Technologie eine breite Bodenbiologie aufs Feld und gewährleistet eine weitreichende Schutzfunktion für die Folgekultur. Die organische Masse wird durch den Rottelenker sofort milchsauer vergoren (Silierprozess). Das dadurch gewonnene Stoffwechselprodukt kann schnell vom Boden und der dort vorhandenen Biologie aufgenommen und der Folgekultur als Wachstumsunterstützung zur Verfügung gestellt werden.

„Die Vorzüge eines Oberflächen Rottelenkers liegen auf der Hand“, beginnt Philip Riedel, der als gelernter Landwirt die Einführung des Produktes fachlich begleitet. „Die enthaltenen Bakterien, Enzyme und Pilzkulturen verbessern die Krümelstruktur des Bodens. So lassen sich Umsetzungsprozesse steuern, man beugt Fäulnis, pathogenen Keimen und einer Bodenoxidation vor“, bringt es Riedel auf den Punkt. Im Ergebnis werden der Humusaufbau und die Bodenfruchtbarkeit gefördert. Die physikalischen Prozesse im Boden werden merklich gesteigert und dies alles auf ökologischer Basis.

Für den Rottelenker setzt man in Meckenheim auf eine abgestimmte Auswahl an Kräutern. Hierzu gehören z.B. Brennnessel, Kamille, Löwenzahn, Schafgarbe und Eichenrinde, die der organischen Masse helfen, sich so zu verändern, dass die gebildeten Enzyme der nachfolgenden Kulturpflanze in optimaler Form zur Verfügung stehen.

Der Rottelenker kann bei Oberflächenrotte, zur Stoppelbearbeitung, zur Einarbeitung von Zwischenfrüchten und Gründüngern sowie strohhaltigem Mist direkt in einem Arbeitsgang aufs Feld aufgebracht werden. „Und somit ist das Produkt nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich“, schließt Timmerarens, der weitere Produkte für die Landwirtschaft plant.

Bildunterschrift: Philip Riedel stellt den neuen „RotteLenker“ vor

Filterblase: Unerreichbare Informationen (11.10.18)

Jeder lebt in seiner eigenen Blase, sagt man. Egal, was ich tue, ob an der Arbeit, beim Sport, im Urlaub, beim Ausgehen am Abend oder im Lieblingsgeschäft: Immer treffe ich auf Gleichgesinnte. Nur mit Menschen, deren Blase sich mit meiner eigenen überschneidet, werde ich näher bekannt. Mit ihnen mache ich mehr als nur Smalltalk und freunde ich mich an.

Jeder lebt in seiner eigenen Welt

In den Weiten des Internets hingegen sehen die Dinge ganz anders aus: Hier kriege ich jederzeit jegliche Informationen, kann mich anonym mit allen möglichen Menschen verbinden und austauschen, denen ich so nie begegnet wäre und bin bei allem, was ich tue unbegrenzt und unbeobachtet. Oder?

Nein, sagt dazu der Internetaktivist Eli Pariser, das ist falsch. Denn das Internet zeigt uns nur solche Informationen, die es als für uns relevant einstuft. In seinem Buch „The Filter Bubble: What The Internet Is Hiding From You” (2011) erklärt der Amerikaner, woher das kommt und wie das funktioniert.

Selektierte Suchergebnisse

Die Ergebnisse meiner Suchanfragen im Internet sind gezielt selektiert. Denn der Algorithmus von Webseiten spielt Wahrsager, wenn er die Voraussage trifft, welche Informationen mich persönlich interessieren werden. Das tut er keinesfalls willkürlich, sondern aufgrund der Benutzerinformationen, die er von mir gesammelt hat: Klicks, Suchanfragen, Standortinformationen.

Das ist zunächst einmal praktisch: Google zum Beispiel zeigt mir auf meine Suchanfrage hin solche Webseiten oben an, nach denen ich schon einmal gesucht habe. Was ist also kritisch daran? Der Algorithmus nimmt mir in gewisser Weise die Entscheidung ab, welche Informationen ich aufnehme. Ich verliere den Überblick über die Meinungsvielfalt zu einem bestimmten Thema, weil alle Informationen nur auf einen Aspekt hin ausgerichtet zu sein scheinen. Das führt zu einer intellektuellen Isolation.

Ohne Einfluss auf die Suchergebnisse

Wir haben keinen Einfluss auf unsere digitale Filterblase. Wollen wir das Internet nutzen, müssen wir sie akzeptieren. Und man kann sicherlich auch argumentieren, dass selektierte Informationen besser sind, als ganz auf die Informationsmasse des Internets zu verzichten. Wichtig ist nur, sich die Existenz der Filterblase bewusst zu machen. Wenn ich bestimmte Informationen nicht auf den ersten drei Seiten meines Google-Ergebnisses finde, heißt das keinesfalls, dass sie nicht existieren oder von nur wenigen Leuten gelesen werden.

 

Geplatzte Blase – reale Welt

Wer seine Blase zerplatzen lassen will, hat die Möglichkeit dazu in der realen Welt. Um seine Horizonte zu erweitern und neue Informationen zu erhalten, kann man ganz gezielt Mauern einreißen, und auf Menschen zugehen, deren Blase oft unerreichbar scheint. Sie ist es nicht. (HM)