Die Zukunft der MINT-Berufe – Frauen gesucht!

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Bedeutung hinter MINT.

In Deutschland sind Frauen in technischen Berufen noch immer eine Minderheit und das, obwohl MINT-Berufe als attraktiv und sicher gelten. Zur Zeit gibt es mehr als 30.000 unbesetzten Stellen. Zudem gibt massenhaft Förderprogramme, die Frauen näher an die naturwissenschaftlichen  und technischen Berufe heranführen. Warum also dominieren Männer diese Berufen so stark?

Sind es die Klischees?

Mädchen spielen mit Puppen und Blau ist eine Jungenfarbe: Klischees, die wir langsam, aber sicher hinter uns lassen müssen. Heute kann und darf jeder alles sein, warum also keine Informatikerin oder Ingenieurin? Vielleicht hängt es doch noch mit den Vorurteilen der „Männerberufe“ zusammen?

Im Vergleich zu deutschen Frauen, versuchen Frauen, die aus Entwicklungs- und Schwellenländern kommen, häufiger Karriere im Bereich „MINT“ zu machen. Dies begründet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Armut, in der sie oftmals leben. Durch Arbeit in technischen Berufen ist eine Flucht aus den prekären Lebensverhältnissen möglich, hier bieten sich eben einfach die besten Chancen.

Wir haben die Wahl – zum Glück!

Wahrscheinlich spielen für Frauen und Mädchen aus Deutschland mehrere Faktoren zusammen, wie beispielsweise Ansprüche und Vorstellungen der Familie und Gesellschaft, ebenso wie unsere Kindheitsklischees. Außerdem die Angst vor Diskriminierung am Arbeitsplatz und schlechtere Aussichten auf Aufstiegschancen in der Männerdomäne. Des Weiteren hat sich herausgestellt, dass Frauen, die begabt in MINT-Fächern sind, trotzdem häufiger Jobs mit einer sozialen Komponente bevorzugen. So ist zum Beispiel die Zahl der Medizinstudentinnen bei weitem höher, als die der Informatikstudentinnen.

Es steht fest, die Chancengleichheit für Männer und Frauen spielt eine wichtige Rolle und Mädchen und Frauen sollten auch weiterhin motiviert werden, sich im MINT-Bereich zu beweisen, doch sollte sich keiner gezwungen fühlen einen Berufsweg einzuschlagen, nur weil es sich die so Gesellschaft wünscht.

Alles in allem können wir froh sein, dass in Deutschland die Möglichkeit gegeben ist frei zu wählen, wer und was man sein möchte. Dann ist es auch okay, wenn Mädchen eben keine Wissenschaftlerinnen werden möchten.

Anna Röttger, Praktikantin

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