IT ist nicht sexy, erst die Menschen machen den Unterschied

Eine tolle IT-Lösung ist sicherlich eine Geschichte wert, aber noch lange kein erfolgreiches Storytelling. Emotionen entscheiden darüber, ob wir uns mit der Geschichte dahinter beschäftigten. Geschichten von Menschen und über Menschen sind ein wichti

Was bewegt uns? Was treibt uns an? Nackte Fakten und reine Daten sind es nicht. Andere Menschen treiben uns an, deren Gefühle und Geschichten lösen bei uns Gefühle aus, erkannte bereits der Hirnforschers Manfred Spitzer. Allerdings wird dieser Ansatz im IT Umfeld immer noch viel zu selten gelebt. „Zum Leidwesen aller“, betont Kommunikationsexpertin Dr. Christine Lötters, Strategy Communication Lötters , Bonn.
Wie wichtig jedoch diese emotionale Ansprache im Bereich IT ist, um Fakten und Daten transportieren zu können, stellt die Inhaberin der Agentur für Strategische Kommunikation immer wieder fest. „Reine Datenfriedhöfe und Sachthemen sprechen niemanden auf den ersten Blick an. Erst die emotionale Aufbereitung – der sog. Aufhänger und gute Bilder – sorgt für eine Wahrnehmung und führt letztendlich dazu, dass die Zielgruppe sich mit den nachgelagerten Fakten beschäftigt“, erläutert Lötters.
Gerade im Bereich IT, wo es in erster Linie um Vertrauen geht, dass die Lösung auch das hält, was sie verspricht, entscheiden Emotionen. Hinter den Marktpartnern stehen auf beiden Seiten Menschen. Diese Menschen sind – wie wir alle – aus Fleisch und Blut, haben Gefühle und diese machen den Unterschied. „Mit den Gefühlen anderer können wir uns identifizieren und dies sollten wir uns zu Nutze machen“, betont Lötters.
IT Lösungen sind heute derart ausgereift, dass sie nahezu gleichwertig nebeneinander stehen. Der Kunde hat die Qual der Wahl und er entscheidet sich für eine Lösung, der er vertraut. Hier kommen die Emotionen, das Gefühl ins Spiel. Vertrauen wird durch Gefühle verstärkt. Die Unternehmen können diese gezielt positiv beeinflussen, in dem sie aktiv Pressearbeit betreiben. Und den Markt und potentielle Interessenten davon konsequent überzeugen , das erforderliche Know-how und entsprechende Erfahrungen zu haben.
Doch eine Geschichte, ein Text löst noch keine nennenswerten und vor allem nachhaltigen Gefühle aus. Erst kontinuierliche Berichterstattungen in verschiedenen Medien, regelmäßige Pressearbeit bewirken, dass die Inhalte auch bei der Zielgruppe ankommen und dort die gewünschten Gefühle auslösen.
„Pressearbeit ist nur dann sinnvoll, wenn sie kontinuierlich betrieben wird, denn Gefühle müssen immer wieder bestätigt werden, sonst geraten sie in Vergessenheit oder werden angezweifelt“, schließt Lötters.