Emil Nolte beim Nominierungsabend (Foto: Jo Hempel)

Meine Eindrücke als Schülerpraktikant: Die Ludwig-Nominierungsveranstaltungen am 11.02. und 12.02.2020

Sein eigenes Unternehmen in 3 Minuten vorstellen – für manche eine Herausforderung, doch genau das wird bei der Ludwig Nominierungsveranstaltung von den Unternehmen erwartet.

Auch für mich, einen Schüler-Praktikanten bei SC-Lötters, war dies eine spannende und neue Erfahrung. Obwohl ich erst vor einer Woche begann, durfte ich an meinem zweiten und dritten Tag schon den beiden Nominierungsveranstaltungen des Ludwigs beiwohnen. Nachdem ich erste Erfahrungen im Bereich PR sammelte, hatte ich die Chance, den Mittelstand Bonns, und damit viele interessante und innovative Unternehmen, kennenzulernen. Diese hatten die Aufgabe, sich mit maximal fünf Folien oder einer Animation bzw. einem Video in drei Minuten vorzustellen.

Veranstaltungsbeginn

Schon um 17:15, einer Dreiviertelstunde vor Beginn der Veranstaltung, kamen bereits die ersten Vertreter der nominierten Unternehmen, um sich ihre Sitzplätze zu sichern. Dieses Jahr waren jedoch genug Stühle vorhanden, sodass niemand auf die Tische ausweichen musste. Pünktlich um 18:00 eröffneten die Gründer des 2013 entstandenen Preises, Michael Pieck von der IHK Bonn/Rhein-Sieg und Dr. Christine Lötters, als Vertreterin der Oskar-Patzelt-Stiftung, die Veranstaltung.

Technische Probleme traten an einem sonst fast reibungslosen Abend kaum auf. Ein Film konnte nicht in der PowerPoint-Präsentation abgespielt werden. Das Problem löste man, indem man das Video einfach auf Youtube abspielte.

Der Ludwig als Chance

Nach der ersten Vorstellungsrunde kamen einige Preisträger der letzten Jahre ins Gespräch. Schnell wurde mir klar, dass der Ludwig viel mehr als nur ein Preis ist. Laut Werner Vendel, der mit seinem Getränkeservice 2019 Gesamtsieger wurde, wächst der Mittelstand trotz der Rivalität bei dem Wettbewerb enger zusammen. Vernetzung sei für jedes Unternehmen essentiell und genau das bietet der Ludwig auch. Kontakte werden geknüpft und nur durch die Nominierung werden die Unternehmen schon Teil eines starken Netzwerks der “Ludwigs”. Auch beim zweiten Abend berichteten die Ehemaligen von den positiven Auswirkungen der Teilnahme beim Ludwig. Im Laufe dieses Abends merkte ich langsam, was für eine große Bedeutung dieser Preis für die Unternehmen hat. Dem Mittelstand, der sonst oft im Schatten der großen Unternehmen steht, wird eine Bühne geboten, welche die Nominierten für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können.

Der Abend nimmt seinen Lauf

Weil der Inhaber von “Grillmais“, Mario Sacilotto, aus Krankheitsgründen absagen musste, wurde seine Präsentation auf den nächsten Tag verschoben. Die zweite Runde startete also direkt mit dem Unternehmen “Helm Einrichtung GmbH“. Besonders im Gedächtnis blieb mir die Vorstellung von “Malentes Theater Palast”. Während bei einigen Vortragenden die Nervosität zu spüren war, merkte man Herrn Vossberg-Vanmarcke, dem Geschäftsführer des Musiktheaters, die jahrelange Bühnenerfahrung an.

Nachdem bei der dritten und letzten Vorstellungsrunde verschiedene Möglichkeiten der Unternehmensnachfolge vorgestellt wurden, war der offizielle Teil des Abends beendet. Natürlich nicht ohne die ein oder andere Anspielung Michael Piecks auf seinen geliebten Bonner SC.

Der zweite Abend – ein Murmeltiertag?

Meine Aufgabe war es diesmal, bei den Präsentationen die Zeit zu stoppen und den Vortragenden mit Schildern auf die verbleibende Redezeit hinzuweisen. Unabhängig davon dachte ich, dass der zweite Abend genau wie der erste Abend abliefe, doch falsch gedacht. Natürlich gab es eine gewisse Ähnlichkeit zum ersten Abend, jedoch wurde eine neue Kategorie eingeführt: “Best of Beethoven”. Unternehmen, die sich teilweise erst vor wenigen Wochen gegründet hatten, stellten ihre “Beethoven-Produkte” vor.

Während ein Unternehmen einen Jubiläums-Schein entworfen hatte, gab es andere, die eine Süßigkeit mit Bezug zum in Bonn geborenen Künstler kreierten. Ich glaube ich kann im Sinne der Allgemeinheit sprechen, wenn ich die Beethoven-Kekse von der Mauel GmbH als ein Highlight des Abends beschreibe. Die neben dem Buffet stehende Keksbox leerte sich zumindest fast so schnell, wie die zwei Kästen Kölsch auf dem Getränketisch.

Nicht nur durch die neue Kategorie wurde Abwechslung zum ersten Abend geschaffen. Ich durfte erneut viele interessante Unternehmen kennenlernen, die sich innerhalb der bereits erwähnten drei Minuten vorstellten. Außerdem wurden wieder neue Gesprächsteilnehmer eingeladen, die andere Erfahrungen mit dem Ludwig gemacht hatten.

Am Ende zwei gelungene Veranstaltungen

Die positive Stimmung der Teilnehmer war deutlich merkbar, als die meisten noch blieben, um sich bei leckerem Buffet und dem ein oder anderen Bier über die gegenseitigen Erfahrungen auszutauschen. Insgesamt kann man die beiden Veranstaltungsabende nur als gelungen bezeichnen, weil der Mittelstand Bonns so mal wieder ein Stück aneinandergewachsen ist.

Emil Nolte (Schülerpraktikant)

Foto: Jo Hempel