Instagram, Social Media

Reich und berühmt – Der Weg zum Influencer

Viele kennen und nutzen die Online-Plattform Instagram. Viele stellen Selfies von sich, mit Freunden oder Prominenten, auf ihre Seite oder laden Videos hoch, woraufhin viele Follower antworten und auch ihre eigenen Meinungen posten.

Alles schön und gut. Jedoch gibt es auch noch das Gegenteil der „gewöhnlichen Instagrammer“. Die sogenannten Influencer sind schon seit geraumer Zeit im großen Stil im Kommen.

So auch die junge, 18 Jahre alte Arii, die mehr als zwei Millionen Abonnenten hat. Mit ihrer selbst kreierten Modelinie namens „Era“, die regulär in Produktion gehen sollte, musste sie rund 36 T-Shirts verkaufen. So lautete der Deal. Dieser scheierte kläglich und Arii stand nun da mit nichts, außer mit ihren Followern. Unter ihnen waren keine Interessenten aufzufinden, die in ihr T-Shirt-Projekt investieren wollten.

Aber das Verkaufen von Produkten kann auch funktionieren. Ein Beispiel ist der Instagram-Account von Bibis Beauty Palace. Ihre Influencer-Karriere begann 2012. Sie lud Videos mit den Themen Lifestyle, Kosmetik und Mode auf ihrem YouTube-Account hoch. Im Jahr 2015 brachte „Bibi“ dann die ersten Produkte ihrer Pflegeserie auf den Markt, mit Erfolg.

Erfolgreich Produkte an den Follower bringen?

Was man grundsätzlich bedenken sollte, ist, dass „Follower“ nicht auch automatisch Kunden sind, die die angebotenen Produkte der Instagrammer kaufen. Wenn man in seinem Instagram-Account verschiedenste Produkte zum Verkauf anbietet, muss klar sein, welche Zielgruppe man explizit ansprechen möchte. Dementsprechend muss man seine Produkte vermarkten und anbieten. Genau so dachte es sich auch Arii. Jedoch ging ihr Versuch, reich und berühmt zu werden, nicht in Erfüllung. Ariis eigene Modekollektion schien nicht zum Stil ihres Feeds und ihrer Fotos zu passen. Allem Anschein nach hatte sie zu wenig Kreativität und Sorgfalt in ihre Produkte gesteckt und auch eine völlig andere Ästhetik dargestellt.

Kleidung verkaufen und vermarkten will gelernt sein. Aber jeder Mensch lernt aus seinen Fehlern, so denkt auch Arii. Sie versteht, dass sie mehr Arbeit in ihre Projekte stecken müsse, aufgeben käme für sie nicht in Frage, postete Arii auf Twitter.

Nach den Reaktionen auf die Einstellung ihrer Modelinie „Era“, postete Arii eine Erläuterung. Es waren nicht insgesamt 36 Shirts gewesen, die sie hätte verkaufen sollen, sondern von jedem Produkt 36 Exemplare. Unter dem Strich wären das 252 einzelne Stücke gewesen.

Arii ist 18. Sie ist noch unerfahren im Werbe- und Verkaufsgeschäft und wurde anscheinend schlecht beraten. Nur ein Influencer zu sein, reicht offensichtlich nicht ganz aus, um erfolgreich (die eigenen) Produkte zu verkaufen.

Günstige Werbefläche auf Instagram?

Gerade viele Unternehmen treten aber immer häufiger mit Influencern in Kontakt. Sie wollen durch sie ihre eigenen Produkte vermarkten und zum Verkauf anbieten. Influencer als Werbemedien kosten Firmen deutlich weniger als Werbung im traditionellen Sinn: Eine Symbiose, die positive Auswirkungen auf beide Partein hat, da die Inluencer meist gut an den Kooperationen verdienen. Denn schließlich liken und kaufen Follower die Produkte der Influencer. So zumindest die weitläufige Meinung. Influencer sind für viele Menschen, besonders Jugendliche, Vorbilder und wirken häufig beeinflussend. Mit der richtigen Strategie verkaufen die Idole ein kleines bisschen Himmel, so zumindest die Illusion. Kooperationen sind sogesehen ein relativ sicherer Weg zur finanziellen Sicherheit für Personen des öffentlichen Lebens.

Diese Art der Werbung ist angepasst an die Globalisierung in der heutigen Mediengesellschaft und trifft gezielt bestimmte Zielgruppen. Macht ein Instagram-Make-Up-Guru Werbung für einen neuen Lippenstift, stellt diesen in einem Make-Up-Tutorial vor und eröffnet auch noch die Möglichkeit auf Prozente via Rabattcode, dann wird die „Community“ auf das neue Produkt aufmerksam gemacht. Und je mehr Instagrammer das Produkt in ihren Beiträgen platzieren, desto mehr Interesse wird bei den Followern geweckt.

Strategie und Marketing will gekonnt sein

Trotzdem sollte man den Hype – wie generell jeden Hype – erst einmal kritisch hinterfragen, anstatt mitzumachen und sich daran bereichern zu wollen. „Es ist nicht alles Gold was glänzt.“  Das sieht man am Beispiel von Arii, deren Marketingstrategie bei weitem noch nicht elaboriert genug war. Die Welt in den sozialen Medien ist eben doch nicht das echte Leben. Daher sollte man als Unternehmen nicht jeden Trend mitmachen: Nachhaltige Vermarktung geht anders!

Der Weg zum berühmten, (erfolg)reichen Influencer ist sehr hart. Was man als Allererstes gut durchdenken sollte, ist, was man genau verkaufen will und wie man seine Produkteam am besten vermarktet. Im besten Fall so, dass auch noch nach Monaten die Nachfrage da ist und man nicht alleine auf weiter Flur steht und von Niemandem unterstützt wird. Als Influencer muss man auch Marketing beherrschen, um erfolgreich zu sein.