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Intelligente Volkswirtschaften führen Mitarbeiter durch Vertrauen

Podiumsdiskussion unter Moderation von Franz Langecker, Chefredakteur HR performance, auf der IT & Business am 24.9.2013 in Halle 3 hält provokante Thesen bereit und zeigt Wege für die Zukunft auf.

Vertrauen ist die Grundlage jeder Beziehung, auch im beruflichen Alltag. Umgesetzt wird dies allerdings in den wenigsten deutschen Unternehmen. Spätestens bei der Zeiterfassung endet das Vertrauen in die Mitarbeiter und Kontrolle hält Einzug. Immer noch liegen starre Zeitmodelle zugrunde, die weder Arbeitnehmern noch Arbeitgebern gerecht werden.
In der Schweiz ist dies anders. Hier entscheiden die Resultate der Arbeitsleitung und nicht die Anwesenheitszeiten. “Salopp formuliert ist es im Grunde genommen egal, wann der Mitarbeiter seine Arbeitsleistungen erbringt, Hauptsache das Ergebnis stimmt und ist verrechenbar”, erläutert Urs Berli, Vertriebs- und Marketingleiter der Vertec AG.
In Deutschland jedoch wird die Zeiterfassung fast immer noch als reines Kontrollinstrument betrachtet und Home-Office-Arbeitsplätze aus diesem Grund häufig abgelehnt. “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – dieser veraltete Ansatz kann krank machen”, weiß Joachim Spalke, Arbeitsmediziner aus Bonn. Kontrollen erzeugen vielfach Stress und können so im Extremfall sogar zu Burn Out führen, eine von Spalkes Thesen. Dies gilt jedoch auch für zu viel Flexibilität.
Was denn jetzt nun? Sind wir in Deutschland dümmer? Brauchen wir Kontrollen statt Vertrauen? Macht Zeiterfassung krank? Oder fehlen einfach nur intelligente Softwarelösungen, die das Thema flexibler Arbeitszeitgestaltung entsprechend abbilden und Mitarbeiter intrinsisch motivieren? Sind Home-Office-Arbeitsplätze eventuell gar kein Modell für die Zukunft?
Wer mehr zu diesem spannenden Thema wissen und vielleicht sogar mitdiskutieren möchte, ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Am 24.9.2013 in Halle 3 in der Zeit von 10.30 – 11.30 Uhr auf der IT & Business 2013 , Fachforum MES, Zeit und Zutritt.
Eingeladen und bereits zugesagt hat neben Berli und Spalke, Alexander Petsch, HR Experte, weitere Anfragen laufen noch. Langecker, selbst alter Hase der Branche und für seine zukunftsorientierten Themen und Denkanstöße bekannt, wird sicherlich interessante Antworten aus seinen Gästen herauskitzeln.
“Wir wollen die Besucher der IT & Business für dieses Thema sensibilisieren. Oftmals bleiben HR Themen in den Personalabteilungen hängen, obwohl sie auch für die Geschäfts- und Betriebsleitung interessant sind”, erläutert Christine Lötters, SC Lötters, die von der Messe mit der Organisation des Forums betraut wurde.

Fachforum MES, Zeit und Zutritt auf der IT & Business 2013 bereits jetzt ausgebucht

Nur dumme Volkswirtschaften kontrollieren die Arbeitszeiten ihre Mitarbeiter; Energieeffizientes Arbeiten ist keine Frage der Unternehmensgröße; Die Zukunft gehört mobilen Erfassungsgeräten; Industrie 4.0 – neuer Wein in alten Schläuchen; Identitätsdiebstahl verhindern; Ganzheitliche Sicherheitskonzepte im Kampf gegen Sicherheitslücken – so lauten einige Themen des Forums in Halle 3

Wir bieten Besuchern und Ausstellern an beiden Messetagen (24. und 25.9.2013) ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Von provokanten HR-Themen über spannende Diskussionen aus dem Bereich MES bis hin zu Sicherheitsthemen ist alles dabei”, erläutert Dr. Christine Lötters, Inhaberin von SC Lötters, die erneut mit der Organisation des Forums beauftragt wurde
Bereits am Dienstag startet das Forum mit einem starken Aufschlag: “Auflösung der klassischen Präsenzkultur hin zur Vertrauenskultur – Konsequenzen für die Unternehmen und die Zeitwirtschaft” heißt es unter Moderation von Franz Langecker, Chefredakteur der HR Performance und ausgewiesener Experte, wenn es um zukunftsorientierte HR-Themen geht. “In der Schweiz ticken die Stechuhren anders” und “jedem Arbeitnehmer sein individuelles Zeitmodell” “Vertrauen motiviert, permanente Kontrolle schränkt ein” diese und andere Thesen werden auf dem Podium diskutiert. Urs Berli, Marketing- und Vertriebsleiter der Vertec AG (Schweiz) und Alexander Petsch, ausgewiesener HR Experte und Kenner der Branche, stehen als Teilnehmer bereits fest.
Mittags dreht sich alles um MES – “Zwischen Terminal und Tablet-Chancen und Grenzen mobiler Anwendungen im Produktionsumfeld” wird aus der Praxis für die Praxis unter Leitung von Michael Eckl, Chefredakteur IT & Production, umfassend diskutiert. GUARDUS, GFOS, VDMA, PSI und PCS legen jeweils ihre Sichtweise des Themas dar.
Abgerundet wird der Messedienstag durch Vorträge der GFOS mbH, Titel noch offen, und der PCS Systemtechnik GmbH, Thema: Identitätsdiebstahl verhindern. Kartenmissbrauch vorbeugen – durch die Kombination von RFID und Handvenenerkennung. Die CCC Software GmbH gibt zusammen mit dem Fraunhofer Institut (IPA) ein Interview zum Thema: Potentiale eines MES für ein umfassendes Energiemanagement in klein- und mittelständische Unternehmen.
Am Mittwoch geben sich GFOS, PCS und GUARDUS das Mikrofon ab mittags in die Hand. So umfassend wie die Unternehmen aufgestellt sind, so ist auch die Bandbreite der Themen. Während GUARDUS sich dem Thema Industrie 4.0 nähert, fokussiert sich PCS auf die Umsetzung ganzheitlicher Sicherheitskonzepte, um Sicherheitslücken zu erkennen und zu bewerten. Der Beitrag von GFOS steht thematisch noch nicht fest.
Abgerundet wird der Tag durch eine Podiumsdiskussion zu einem sicherheitsnahen Thema unter Moderation von Hagen Zumpe, Chefredakteur des Protector. Der ausgewiesene Kenner der Branche hat sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen noch nicht auf das finale Thema festgelegt, um dicht am Markt zu sein. Deshalb ist die endgültige Besetzung des Forums auch noch offen. “Aber wir arbeiten daran”, schmunzelt Lötters.
Gerade die Themen MES, Zeit und Zutritt rücken immer näher zusammen, deshalb wurde für das Forum auch bewusst der Untertitel: “Überblick durch integrierte Prozesse und gezielte Ressourcensteuerung” gewählt. Man kann also wieder einmal gespannt sein.