Sprachen lernen via App

Mittlerweile gibt es Lernapps wie Duolingo (mit der ich auch selbst mein Französisch auffrische) oder Babbel, die darauf ausgerichtet sind, dass man eine fremde Sprache lernen und „perfekt sprechen“ kann.

Dabei sind die Unterschiede zu Lehrbüchern gar nicht so groß. Es gibt Lektionen und dazugehörige Vokabeln. Man kann bereits bearbeitete Lektionen einsehen oder wiederholen. Neben Grammatik ist vor allem die Aussprache für eine fremde Sprache nötig. Schließlich sollte man nicht nur Sätze bilden, sondern sich auch verständigen können. Auch da helfen die Apps einem weiter. Immer mehr Vokabel -und Aussprachübungen werden angeboten.   

Vor- und Nachteile einer Lern-App

Ich selbst bin bei der Französisch-Lernapp zwar mit der Art des Lernens zufrieden, jedoch nicht damit, dass es keine Möglichkeit gibt, seine Aussprache von einer Lehrperson kontrollieren zu lassen. Denn gerade in Sprachen wie Französisch, Italienisch, Spanisch muss man die ungewohnte Aussprache erlernen, um wiederum die Sprache richtig zu beherrschen.

Die meisten von uns hatten in der Schule Englischunterricht. Man wurde auf seine Aussprache hin korrigiert oder bekam Tipps zur Betonung. Geht man jedoch von der Schule ab und möchte nach einiger Zeit eine neue Sprache lernen, sollte man es sich gut überlegen, diese ausschließlich mit einer Lernapp zu üben. Die Präsenz einer Lehrkraft, die einem hilft, die Sprache besser zu verstehen und diese im Gespräch richtig anzuwenden, ist meiner Meinung nach ab einem gewissen Punkt ein Muss. Außerdem kann ein Lehrer Übungen einsehen und korrigieren. 

Gerade viele Geschäftsreisende sollten die grundlegenden Dinge einer fremden Sprache beherrschen, um nicht völlig planlos daher zu stammeln. Die Praxis macht es einfach aus. Hat man die grundlegenden, einfachen Dinge einer Sprache gelernt, liegt es an einem selbst, die Sprache beispielsweise durch fremdsprachige Filme oder Musik zu verbessern, um ihr somit den letzten Schliff zu geben. Man muss kein Muttersprachler sein, um über ein einfaches „Hello“ oder „I’m …“ hinaus zu kommunizieren und z.B. an Meetings mit den jeweiligen Landsleuten teilzunehmen.

Lernapps – immer gut zum auffrischen und verbessern

Obwohl es jedem selbst überlassen ist, wie man eine Sprache lernt, empfiehlt sich doch eine Kombination verschiedener Materialien. Ein Buch kann sehr hilfreich sein, wenn es um Ergänzungen, Erklärungen oder Wiederholungen geht und man versteht das eine oder andere vielleicht noch besser. Letzendlich gibt es aber kein Geheimrezept mit einer allgemeingültigen Lösung. Der eine lernt gut über die Apps, der andere braucht einen Lehrer. Manche lernen gut aus Büchern, wieder andere lernen Sprachen am besten beim Sprechen.

Neben den vielen Lehrbüchern, die es zu jeder Sprache gibt, sollte man aber trotzdem nicht auf die Individualität der verschiedenen Sprach-und Lernapps verzichten, dies gilt auch für die bibliophilen Lerner unter uns. Die Apps helfen einem, zum Beispiel durch Sprachtraining, die Aussprache zu verbessern bzw. neu zu erlernen. Gerade um Sprachen aufzufrischen, sind Lern- und Sprachapps hilfreich. Damit man, wenn man das nächste Mal nach Paris oder Madrid reist, sicher kommunizieren kann.    

Katharina Röttgers

IHK Branchentreff Kreativwirtschaft

Kreativität. Etwas, dessen Wichtigkeit mir am Donnerstag (27. Juni) noch einmal richtig klar geworden ist.

Selbst das Ambiente passt. Mein Kollege Philipp Röttgers und ich sitzen im BaseCamp in Bonn. Er kennt die Location bereits, mir fallen fasst die Augen aus dem Kopf. So was habe ich noch nicht gesehen! Das BaseCamp, unweit der Haltestelle Ollenhauerstraße, fasziniert mich. Eigentlich ist es ein indoor Campingplatz. Hier stehen vor der Verschrottung gerettete Wohnwagen, Eisenbahnwaggons und Busse, alle neu und wohnlich ein- oder zumindest dekorativ hergerichtet. Also ja, dieses Flair ist besonders und passt zu dem, was wir eine halbe Stunde nach unserer Ankunft zu hören bekommen.

Kreativität als höchstes Gut

Besonders unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und Innovation wird hier viel erklärt, gefragt und diskutiert. Ich finde das nicht nur fachlich, sondern auch aus persönlichem Interesse, hoch spannend. Für Stephan Grabmeier, Chief Innovation Officer bei der Kienbaum Consultants International GmbH Köln und Experte für New Work und Innovation, steht fest, dass diese als zwei der wichtigsten Faktoren unserer Zeit, Hand in Hand gehen müssen, um erfolgreich zu sein. Kreativität ist für ihn das höchste und wichtigste Gut, das uns weiterbringt. Das geschehe stets durch geniale Einzelpersonen.

Auch die Themen New Work und die Wandlung des Silicon Valley werden thematisiert. Vor allem beim Thema „Silicon Valley“ wird klar, wie Branchen, die durch kreative Individuen große Innovation zu uns gebracht haben, ihr Mindset von „innovativ“ zu „gierig und machtbesessen“ verändert haben. Grabmeier sieht hier schon einen gewissen „Kriegsgedanken“.

Diskussionen an den Kreativinseln

Nach dem spannenden Input, den er liefert, teilen wir Anwesenden uns in vier Gruppen auf. Die vier „Kreativinseln“ auf die wir uns verteilen, beschäftigen sich mit den Themen „KI gestalten“, „Nachhaltigkeit leben“, „Innovativ sein“ und „Gastro entdecken“. Experten stellen hier Branchen vor, die sich mit diesen Themen beschäftigen und gemeinsam mit diesen Experten, diskutieren wir im Anschluss. Dieser Austausch, den ich als unglaublich wertvoll erachte, lässt die Teilnehmer einen neuen Blickwinkel auf verschiedene Thematiken entwickeln und animiert zum Hinterfragen.

Besonders bei der Kreativinsel zum Thema „Nachhaltigkeit“ fühle ich mich wohl. Dieses aktuelle Thema beschäftigt mich im hohen Maße. Es ist interessant zu sehen, auf welche Art sich die Unternehmen engagieren und mit welchen kreativen Ideen sie ihre Ideen durchsetzen. Besonders die Formulierung „Nachhaltigkeit liegt beim Produzenten“, hat mir aus der Seele gesprochen, denn genau dort muss Umweltschutz und Nachhaltigkeit meiner Meinung nach beginnen.

Mein Fazit

Diese neue Erfahrung, die ich ohne mein Praktikum nicht hätte machen können, empfinde ich als äußerst bereichernd. Networking, neuer Input und eine verrückte Location, die das Thema „Kreativität“ so passend unterstreicht, genau hier sammelt man Inspiration. Diese Veranstaltung ist weitentfernt von Langeweile! Die smarte Verknüpfung des verrückten Veranstaltungsortes, der eloquenten Experten und der interessanten Inhalte, hat dieses Branchentreffen zu einer unglaublich bereichernden Erfahrung gemacht. Mein einziger Kritikpunkt ist die (meines Erachtens nach) knapp bemessene Zeit zum Austauschen mit Experten und anderen Teilnehmern. In so manchem Moment hätte ich gerne mehr gehört und mehr gesagt.

 

Anna Röttger, Praktikantin

Ethik für Künstliche Intelligenz

Roboter, die uns kontrollieren und steuern? Hört sich an wie Science-Fiction, ist aber tatsächlich nicht so weit von der Realität entfernt wie einige glauben. In einer Zeit, in der so ziemlich alles mit Hilfe eines Algorithmus entschieden wird, muss feststehen, inwiefern KI uns steuern darf.

Ob menschenähnliche Roboter, die Mimik und Gestik kopieren, oder Alexa und Siri, die als technische Hilfsassistenten dienen. Wir alle kommen mit Künstlicher Intelligenz in Berührung und das jeden Tag. Jedoch steht fest, das KI nur ein Segen sein kann, wenn es feste Maßstäbe gibt, an denen sie sich orientiert.

Wie oben bereits angesprochen, sollen die Roboter das Denken und Handeln der Menschen kopieren, was durchaus schwierig sein kann, da sie es nicht verstehen können. Maschinen treffen, im Gegensatz zu Menschen, logische Entscheidungen, denn die Emotionen, die uns ausmachen, können sie nicht einfach kopieren. Dies kann Folgen haben. Unsere Emotionen ermöglichen und zwischen „gut“ und „böse“, „richtig“ und „falsch“ zu entscheiden.

Ethik ist wichtig – Schutz unserer Rechte

Es ist wichtig, dass sich KI an ethische Standards hält, damit ihr Einsatz mehr Segen als Fluch ist. Sind wir ehrlich mit uns, wäre es doch eigentlich nicht schwer, ein paar Roboter zu programmieren, die dann all unsere Entscheidungen treffen. Und sind wir wirklich ehrlich mit uns, dann ist schnell klar, dass das bereits irgendwie passiert ist. Algorithmen entscheiden welche Werbung uns angezeigt wird, wer kreditwürdig ist und wer nicht, welche Suchergebnisse uns mit als erstes angezeigt werden. Auch wer bei einer Werbung in einem Unternehmen nicht ins Profil passt. Das kann das Leben enorm erleichtern, doch kann ohne ethische Richtlinien aus Marktforschung via Alexa zu Überwachung und Kontrolle werden. Ohne eine klare Ordnung und Reglung des Umgangs mit diesen „Tools“, kann es zum Missbrauch kommen und im schlimmsten Fall entwickelt sich dieses Zeichen der fortgeschrittenen Entwicklung zu einer Waffe.

Die EU-Kommission fordert daher, dass KI die menschliche Autonomie respektieren, gesellschaftlichen Schaden vermeiden und fair agieren soll. Es dürfe nicht vorkommen, dass die Technik Menschen diskriminiert.

Handhabung der Regeln

Die aktuelle Fassung des Regelwerks für Künstliche Intelligenz, durch die EU-Kommission ausgearbeitet, ist 40 Seiten lang. Hierbei gibt es jedoch einige Kritikpunkte. Einige Paragrafen lassen relativ viel Interpretationsraum zu und nicht genau genug festlegen, wie genau der Rahmen für KI aussieht.

Inwiefern wird KI die Anforderungen erfüllen und was ist, wenn dagegen verstoßen wird? Wie wird sich die Künstliche Intelligenz auf unser zwischenmenschliches Miteinander auswirken und wie selbstbestimmt können wir dann noch leben? All das sind Fragen, die wir jetzt noch nicht mit Sicherheit beantworten können.

 

Anna Röttger

20 Dollar für deine Daten

Warum macht es auf einmal so einen Unterschied, ob ich für das Sammeln meiner sensiblen Daten bezahlt werde oder nicht?

 

Es ist ein öffentliches Ärgernis, Facebook sammelt persönliche Daten der User. Und bezahlt dafür rund 20 Dollar pro Monat an die Nutzer, die zustimmen. Von überall kommen empörte Ausrufe, was sich Facebook bloß dabei denke, uns so dreist auszuspionieren.

Woher kommt die starke Ablehnung?

Das Sammeln von Daten ist doch eigentlich kein unbekanntes Phänomen.

„Ich habe eh nichts zu verstecken.“ oder auch „Ach was, und wenn schon!“ sind häufige Reaktionen, die ich in der Vergangenheit mitbekommen habe. Solange nicht offiziell gefragt wird, ob das Sammeln, Speichern, Auswerten und Verkaufen persönlicher Daten in Ordnung sei, scheint keiner der Realität ins Auge sehen zu wollen. Auch ohne Zustimmung und Nachfrage, werden Browserverläufe, E-Mails und aktuelle Standorte ausgewertet. Privates ist doch gar nicht so privat.

Um sich als Unternehmen an die Wünsche und Vorstellungen seiner (potenziellen) Kunden anpassen zu können, ist Marktforschung wichtig. Auch bei Facebook ist dies der Fall. Ist es also nicht eigentlich eine gute Idee, die Nutzer für das Sammeln der Daten zu bezahlen?

Ein Problem besteht darin, dass Facebook das gesamte Onlineverhalten der Nutzer analysiert. So hat Zuckerbergs Unternehmen wahrscheinlich auf mehr Daten Zugriff, als für die Verbesserungen des Angebotes unbedingt notwendig wäre. Das Verhalten des genannten Konzerns stellt diese Art der Datengewinnung in ein schlechtes Licht, obwohl dies eigentlich eine nutzerfreundliche Alternative in der Marktforschung ist.

Und das Fazit?

Diese Daten sind unser Eigentum und sollten nicht ohne Einverständnis gesammelt und verkauft werden. Natürlich ist das freiwillige Verkaufen von Informationen derzeit mehr Illusion als Wahrheit, doch gefällt den Usern die Idee der freien Wahl besser als der unfreiwilligen Spionage.

Eine Vergütung für das Bereitstellen von privaten Informationen ist daher generell eine gute Idee, doch sollte man die Wahl zwischen dem Verkauf der Daten und seiner Privatsphäre haben. Ein Beispiel hierfür ist die Suchmaschine „auskunft.de“, die aus der Region kommt und verantwortungsvoll mit den Daten der Nutzer umgeht und diese nur bei eindeutiger Einverständnis trackt – sogar gegen Bezahlung.

Anna Röttger, Praktikantin

Neue Erfahrungen sammeln: Meine erste Woche bei SC Lötters

Ein achtwöchiges Praktikum ist, vorbereitend für meinen Wunschstudiengang, Pflicht. Doch abgesehen davon ist praktische Erfahrung etwas, das nie schaden kann.

 

Es ist der 12. März, ich schicke meine Bewerbung an SC Lötters raus, hoffentlich wird das was. Für den Studiengang Medienwissenschaften, welchen ich beabsichtige im Wintersemester 2019/2020 zu beginnen, ist diese Praktikum unerlässlich. Am nächsten Morgen schon erhalte ich eine Antwort mit Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ich bin begeistert, so eine schnelle Antwort hatte ich nicht erwartet, denn manchmal kommt es auch vor, dass man gar keine Antwort auf diese Art Anfrage erhält. In der Woche darauf treffe ich Frau Dr. Lötters und Philipp Röttgers, ihren Mitarbeiter, in Lengsdorf.

 

Heute sitze ich im Büro und lerne unter anderem, wie man eine Pressemeldung rausbringt, Online-Clippings zusammenträgt und einen Pressereport an verschiedene Unternehmen schickt. Ich gewinne neue, äußerst Interessante Eindrücke. Ein Praktikum dient der Orientierung und Vorbereitung und mir wird klar, dass es einige Aufgaben gibt, die mir noch besser gefallen als andere. Für mich steht fest, dass das Verfassen von Blogeinträgen eines der Highlights ist. Ich denke, das sollte ich nicht aus den Augen verlieren!

 

Hier lerne ich viele neue Dinge, mit denen ich vorher herzlich wenig zu tun hatte und ich bin wirklich froh, dass ich diese Möglichkeit bekomme! Ich bin mir sicher, dass ich das Gelernte im weiteren Verlauf meines Lebens anwenden kann, hierbei beziehe ich mich sowohl auf meinen persönlichen wie auch akademischen Werdegang.

 

Praktikum – mehr als Kaffeekochen und Kopieren

 

Vor allem freut mich, dass ich bei SC Lötters nicht „nur eine Praktikantin“ mit typischen „Praktikantenaufgaben“ bin, sondern richtig mitarbeiten darf. Ich kann jederzeit nach Hilfe fragen und kriege keine ungeduldigen Antworten und böse Blicke. Das Arbeitsklima gefällt mir gut, wir sind offen, aber auch direkt miteinander, was wenig Raum für Missverständnisse lässt.

 

Nach einer Woche kann ich sagen, dass ein Job in dieser Branche nicht ohne ist. Man trägt viel Verantwortung seinen Kunden gegenüber und gewissenhaftes Arbeiten ist ein Muss. Ich bin neugierig, was die nächsten sieben Wochen bringen, was ich noch lernen werde und wie ich mich schlagen werde. Ich werde Sie gerne auf dem Laufenden halten und freue mich schon auf meinen nächsten Blogbeitrag!

 

Anna Röttger (19), Praktikantin bei SC Lötters

Reich und berühmt – Der Weg zum Influencer

Viele kennen und nutzen die Online-Plattform Instagram. Viele stellen Selfies von sich, mit Freunden oder Prominenten, auf ihre Seite oder laden Videos hoch, woraufhin viele Follower antworten und auch ihre eigenen Meinungen posten.

Alles schön und gut. Jedoch gibt es auch noch das Gegenteil der „gewöhnlichen Instagrammer“. Die sogenannten Influencer sind schon seit geraumer Zeit im großen Stil im Kommen.

So auch die junge, 18 Jahre alte Arii, die mehr als zwei Millionen Abonnenten hat. Mit ihrer selbst kreierten Modelinie namens „Era“, die regulär in Produktion gehen sollte, musste sie rund 36 T-Shirts verkaufen. So lautete der Deal. Dieser scheierte kläglich und Arii stand nun da mit nichts, außer mit ihren Followern. Unter ihnen waren keine Interessenten aufzufinden, die in ihr T-Shirt-Projekt investieren wollten.

Aber das Verkaufen von Produkten kann auch funktionieren. Ein Beispiel ist der Instagram-Account von Bibis Beauty Palace. Ihre Influencer-Karriere begann 2012. Sie lud Videos mit den Themen Lifestyle, Kosmetik und Mode auf ihrem YouTube-Account hoch. Im Jahr 2015 brachte „Bibi“ dann die ersten Produkte ihrer Pflegeserie auf den Markt, mit Erfolg.

Erfolgreich Produkte an den Follower bringen?

Was man grundsätzlich bedenken sollte, ist, dass „Follower“ nicht auch automatisch Kunden sind, die die angebotenen Produkte der Instagrammer kaufen. Wenn man in seinem Instagram-Account verschiedenste Produkte zum Verkauf anbietet, muss klar sein, welche Zielgruppe man explizit ansprechen möchte. Dementsprechend muss man seine Produkte vermarkten und anbieten. Genau so dachte es sich auch Arii. Jedoch ging ihr Versuch, reich und berühmt zu werden, nicht in Erfüllung. Ariis eigene Modekollektion schien nicht zum Stil ihres Feeds und ihrer Fotos zu passen. Allem Anschein nach hatte sie zu wenig Kreativität und Sorgfalt in ihre Produkte gesteckt und auch eine völlig andere Ästhetik dargestellt.

Kleidung verkaufen und vermarkten will gelernt sein. Aber jeder Mensch lernt aus seinen Fehlern, so denkt auch Arii. Sie versteht, dass sie mehr Arbeit in ihre Projekte stecken müsse, aufgeben käme für sie nicht in Frage, postete Arii auf Twitter.

Nach den Reaktionen auf die Einstellung ihrer Modelinie „Era“, postete Arii eine Erläuterung. Es waren nicht insgesamt 36 Shirts gewesen, die sie hätte verkaufen sollen, sondern von jedem Produkt 36 Exemplare. Unter dem Strich wären das 252 einzelne Stücke gewesen.

Arii ist 18. Sie ist noch unerfahren im Werbe- und Verkaufsgeschäft und wurde anscheinend schlecht beraten. Nur ein Influencer zu sein, reicht offensichtlich nicht ganz aus, um erfolgreich (die eigenen) Produkte zu verkaufen.

Günstige Werbefläche auf Instagram?

Gerade viele Unternehmen treten aber immer häufiger mit Influencern in Kontakt. Sie wollen durch sie ihre eigenen Produkte vermarkten und zum Verkauf anbieten. Influencer als Werbemedien kosten Firmen deutlich weniger als Werbung im traditionellen Sinn: Eine Symbiose, die positive Auswirkungen auf beide Partein hat, da die Inluencer meist gut an den Kooperationen verdienen. Denn schließlich liken und kaufen Follower die Produkte der Influencer. So zumindest die weitläufige Meinung. Influencer sind für viele Menschen, besonders Jugendliche, Vorbilder und wirken häufig beeinflussend. Mit der richtigen Strategie verkaufen die Idole ein kleines bisschen Himmel, so zumindest die Illusion. Kooperationen sind sogesehen ein relativ sicherer Weg zur finanziellen Sicherheit für Personen des öffentlichen Lebens.

Diese Art der Werbung ist angepasst an die Globalisierung in der heutigen Mediengesellschaft und trifft gezielt bestimmte Zielgruppen. Macht ein Instagram-Make-Up-Guru Werbung für einen neuen Lippenstift, stellt diesen in einem Make-Up-Tutorial vor und eröffnet auch noch die Möglichkeit auf Prozente via Rabattcode, dann wird die „Community“ auf das neue Produkt aufmerksam gemacht. Und je mehr Instagrammer das Produkt in ihren Beiträgen platzieren, desto mehr Interesse wird bei den Followern geweckt.

Strategie und Marketing will gekonnt sein

Trotzdem sollte man den Hype – wie generell jeden Hype – erst einmal kritisch hinterfragen, anstatt mitzumachen und sich daran bereichern zu wollen. „Es ist nicht alles Gold was glänzt.“  Das sieht man am Beispiel von Arii, deren Marketingstrategie bei weitem noch nicht elaboriert genug war. Die Welt in den sozialen Medien ist eben doch nicht das echte Leben. Daher sollte man als Unternehmen nicht jeden Trend mitmachen: Nachhaltige Vermarktung geht anders!

Der Weg zum berühmten, (erfolg)reichen Influencer ist sehr hart. Was man als Allererstes gut durchdenken sollte, ist, was man genau verkaufen will und wie man seine Produkteam am besten vermarktet. Im besten Fall so, dass auch noch nach Monaten die Nachfrage da ist und man nicht alleine auf weiter Flur steht und von Niemandem unterstützt wird. Als Influencer muss man auch Marketing beherrschen, um erfolgreich zu sein.

Meine Praktikumszeit bei SC Lötters – Neue Eindrücke und Erlebnisse

Die Möglichkeit, ein Praktikum bei der Medienagentur SC Lötters zu absolvieren, ergab sich durch meinen Bruder Philipp (mit mir auf dem Bild). An meinem ersten Arbeitstag hatte ich noch keine wirkliche Vorstellung von dem, was mich alles an interessanten und neuen Aufgaben erwarten würde. Allein das Beobachten von Arbeitsschritten gehört ja auch zum Lernen dazu. Doch schon von Anfang an konnte ich bereits verschiedenste Aufgaben erledigen und bekam stets neuen Input. Dabei war ich zum Teil selbst erstaunt, wie viele verschiedene Dinge das waren. Zum einen das Erstellen von Presseclippings (das Sammeln von Pressebelegen für Kunden) und das anschließende Versenden des Pressereports an den Kunden. Zum anderen die gezielte Recherche für verschiedenste Unternehmen, Produkte und Pressemeldungen.

Anfang Mai nahm ich an einem Workshop mit einem Kunden teil und durfte dort auch direkt Protokoll führen. Im Vorfeld hatte ich für den Workshop bereits eine Agenda erstellt. Und natürlich erstellte ich hinterher ein Ergebnisprotokoll.

Eine weitere, anspruchsvolle Aufgabe, die ich bekam, war eine Recherche über unterschiedliche Marktbegleiter des Kunden anzustellen, diese gegliedert aufzuarbeiten mit einem abschließenden Fazit zu versehen.

Verfassen von Blogbeiträgen

Eine Tätigkeit gefiel mir ganz besonders gut: das Schreiben von Blogbeiträgen (wie Sie hier lesen können). Das Dokumentieren unterschiedlicher Themen oder eigener Erfahrungen ist eine sehr umfassende, interessante und auch komplexe Sache. 

Dabei mochte ich die Vielfältigkeit bei der Auswahl der Themen, über die man schreiben kann.

Die Preisverleihung des „Ludwig“ – Eine neue, interessante Erfahrung

Am 23.05.2019 wurden mittelständische Unternehmen aus der Region in verschiedenen Kategorien mit dem „Ludwig“ ausgezeichnet. Und ich durfte ebenfalls daran teilnehmen! Von viertel nach vier bis viertel nach zehn haben wir in der Rhein-Sieg Halle auf und vor der Bühne mitgeholfen und organisiert. Anschließend nahm ich bei Getränken und Buffet am Networking teil, was auch wieder eine ganz neue Erfahrung war.

Bei der Verleihung des Mittelstandspreises mitzuwirken, hat mir erneut andere Einblicke gegeben, die ich vorher in dieser Form nicht kannte. Wann sonst lernt man schon so interessante, innovative Unternehmen kennen wie bei so einer Veranstaltung und bekommt gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen?     

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir meine Praktikumszeit bei SC Lötters sehr gut gefallen hat und ich viele, neue Erfahrungen während dieser Zeit sammeln konnte.

Katharina Röttgers, Praktikantin

Digitalisierte Klassenarbeiten – Die digitale Entwicklung in Schulen

Kinder lernen heute immer mehr, ihre Klassenarbeiten und Hausaufgaben in digitaler Form anstatt mit Bleistift und Füller zu bearbeiten. Dadurch verlernen sie schnell das Schreiben mit der Hand – ein wichtiger Aspekt, der den Kindern im späteren Leben fehlen wird. „Wie notiert man sich Sachen noch mal mit der Hand?“ „Wie zeichnet man eine Tabelle?“ „Ich weiß nicht, wie man einen Füller bedient.“ So sehen es einige Menschen, die für die neuen, technologischen Entwicklungen in unserer heutigen Zeit nicht offen sind.

Für die einen ist der digitale Schulunterricht durchgehend ein Vorteil, da man sich auf ganz neuen Ebenen Fächern und Inhalten widmen kann.

Für die anderen ist es durchweg negativ behaftet, da man Angst hat, abhängig zu werden oder unkonzentriert und unfokussiert zu arbeiten.

Smartphones im Schulunterricht – Torges positives Statement

Der Lehrer Bernd Stinsmeier hat der Schülerin Laura und dem Schüler Torge des Gymnasiums Altona in Hamburg die Möglichkeit gegeben, über die Frage „Sollen Handys in der Schule generell erlaubt werden?“ zu debattieren.

Mit Pro Argumenten spricht der Schüler Torge gegen die aufkommende Angst vor Smartphones und die Suchtgefahr, die daraus entsteht. Er weist darauf hin, dass man ganz aktiv diese Suchtgefahren ansprechen und den Kindern gezielt beibringen sollte, wie sie richtig mit den Smartphones umgehen. Ein Leben ohne Smartphone wäre für Torge realitätsfremd und den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Organisation im Arbeitsleben über das Smartphone und ständige Erreichbarkeit zählen für ihn beispielsweise zu wichtigen Aspekten. Ein respektvoller Umgang mit den „Schulhandys“ im Unterricht stellen für Torge keine Gefahren dar und er betont, dass generell der angelernte Umgang mit Smartphones ein wichtiger Bestandteil des Lebens wäre.

Die „Digital Natives“ und Projektwochen für Smartphonebedienung

Die Schülerin Laura ist der Ansicht, dass man auf der einen Seite den Kindern den Umgang mit den Smartphones, dem Internet und den digitalen Medien gut erklären sollte. Aber sie ist auch der Auffassung, dass für das Erlernen eines technischen Gerätes eine Projektwoche völlig ausreichend wäre. Die „Digital Natives“ müssen die Bedienung eines Smartphones nicht mehr erlernen. Sollten die Smartphones tatsächlich in den Unterricht eingeführt werden, könnten aber noch ganz andere Gefahren auf die Kinder zukommen. Die Konzentration, sobald ein Handy auf dem Tisch liegt, sinkt erheblich. Das besagen auch Studien, sagt Laura.

Wenn man sich das Szenario einmal bildlich vorstellt, hat jeder Schüler in Zukunft sein „Schulhandy“, wo seine Unterrichtsunterlagen gespeichert sind und er hat sein privates Handy, mit den eigenen Daten, Fotos etc. Über die geplante Trennung der privaten Handys und „Schulhandys“ ist Laura eher geteilter Meinung. Auf die selbstgestellte Frage „Warum sind Handys an Schulen momentan verboten?“ hat Laura eine klare Antwort: Die Ängste vor existierenden Datenschutzproblemen und Cybermobbing unter Schülern.

Zusammenfassend kann man sagen, dass niemand genau wissen wird, wohin uns der digitalisierte Schulunterricht führt. Die einen empfinden digitalen Unterricht als gut, die anderen heißen ihn weniger willkommen. Geteilte Meinungen gibt es immer und überall.

Dennoch sollte man nicht grundsätzlich allen neuen, technologischen Entwicklungen verschlossen gegenüberstehen.

Katharina Röttgers (24, Praktikantin bei SC Lötters)

Parship, Tinder, Dating Apps – Verlieben per Mausklick

Der Arbeitstag war chaotisch, abends liegt man auf dem Sofa und hängt am Smartphone oder Laptop. Praktischerweise kann man dort auch direkt den Traumpartner finden und muss dafür nicht rausgehen. Schließlich kann man in sozialen Netzwerken und auf Datingportalen auf höchstem Niveau flirten – oder? Auf einen Bildschirm starren und sich mit einem Profilbild auf Facebook oder Instagram eine hoffentlich baldige Zukunft vorstellen, ist manchmal sehr realitätsfremd. Denn eigentlich kennt man diese Person ja nicht. Und das ist, was die meisten heutzutage schnell missverstehen können. So viele, poetische Sprüche, so viele Komplimente und man denkt sich: „Wow! Diese Person kennt mich so gut.“ Ihr seid quasi Seelenverwandte.

Aber dann kommt der Tag der wahren Persönlichkeit. Abends – natürlich hat sich die 14-Jährige aus dem Haus ihrer Eltern geschlichen – trifft sie sich mit dem überaus attraktiven Jungen, der natürlich zufälligerweise genauso alt ist wie sie. Und sie stellt fest: Der Typ ist 27 Jahre alt. Fazit: Zu Anfang wird happy gechattet, nach einiger Zeit trifft man sich und dann ist man entweder enttäuscht oder überrascht. Online Dating Portale können Schattenseiten haben.

Deswegen sollte man es sich sehr gut überlegen, ob man nicht doch lieber auf die „klassische“ Art datet. Und nicht nur, um Enttäuschungen aus dem Weg zu gehen. Immer wieder hört man leider auch von Verbrechen an Minderjährigen. Manchmal sollten Eltern schon ein Auge auf die Online-Dating-Aktivitäten ihrer Kinder werfen. Denn gerade für junge, unreife Mädchen können diese Dating Portale Gift sein.

Über Parship und Tinder chatten

Der Werbespruch „Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship“, lässt alle Nutzer hoffen, endlich einen Traumpartner zu finden. Dass das nur ein intelligenter Werbeslogan und keine Statistik ist, ist mittlerweile klar, aber er spricht für die Funktionsweise dieser Portale: Denn auch wenn es länger als elf Minuten dauert, verlieben sich Menschen in die Chatpartner, weil sie glauben, sie zu kennen. Sie verlieben sich in sie, weil sie deren „angebliche“ Eigenschaften wie Hobbys, Klugheit etc. so beeindruckend finden. Oft vergisst die Mehrheit beim Chatten wichtige Merkmale, wie die Stimme. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich die ganze Zeit vorzustellen, dass ein durchtrainierter Hercules eigentlich nur eine männliche, markante Stimme haben kann. Und kaum trifft man sich und der Typ klingt wie ein Schlumpf.  

Aber viele Leute sehen Dating Portale auch durchgehend positiv. Zum einen lassen sie sich leicht bedienen, man findet schnell Kontakte und man kann quasi die Eigenschaften in Kategorien einteilen. Anschließend sieht man, welche Übereinstimmungen zu den anderen Personen passen und voila! Schon hat man das wahre Glück gefunden.

Eine wichtige Erkenntnis über Dating Portale

Nicht alle Beziehungen halten für immer. Aber man sollte erwachsen genug sein, um zu erkennen, dass Dating Profile nie ganz der Wahrheit entsprechen. Auf der einen Seite sehen sich die „Dating Partner“ nicht wirklich, hören deren Stimmen nicht. Zum anderen lesen sich poetische Sprüche oder Komplimente auf dem Bildschirm grundsätzlich nie so schön, als wenn man sie von dem Menschen, den man mag, gesagt bekommt.

Also Leute, seid vorsichtig mit Dating Apps und geht aufmerksam mit Dating Portalen um. Das Ganze kann Spaß machen, aber seid euch bewusst: Ihr glaubt schnell, einen Menschen zu kennen, der sich real dann doch ganz anders präsentiert, als ihr es euch vielleicht vorgestellt habt.

Verliebt euch nicht in Profilbilder, macht euch ein reales Bild von der Person, die ihr mögt.

Katharina Röttgers, Praktikantin

Spalter: Das Leben am Smartphone

Der erste Spalter im Blog SC Lötters beschäftigt sich mit den Pros und Contras des Lebens am und mit Smartphone.

CONTRA:

Übergewicht, Depression, Isolation – das digitale Zeitalter birgt nicht nur gute Seiten. Es ist kein Land, wo nur Milch und Honig fließt, wo jeder vom Fortschritt profitiert. Mittlerweile kann fast jedes Kind intuitiv mit einem Smartphone umgehen. Es kennt die Gefahren nicht mehr, die andere als Kind noch zu beachten hatten. Damals, als die ersten Handys auch eine Internetfunktion hatten, hatte man panische Angst, wenn man mal aus Versehen auf diesen Button gekommen ist. Denn das mobile Internet war teuer. Es gab noch keine Standard-Internetverträge, noch keine europäischen Regeln und Richtlinien. Scharlatane wollten einen in Abo-Fallen locken. Heutzutage gehört dies zum Glück der Vergangenheit an.

Dafür bergen Smartphones nun neue Gefahren. Sie können alles. Netflix, Facebook, Instagram, YouTube, Snapchat, TikTok, Jodel: Die Möglichkeiten sich zu unterhalten sind grenzenlos. Grenzenlos ist auch die Zeit, die man auf der Couch oder im Bett mit dem Handy verbringt. Zeit, die man eigentlich sinnvoller verbringen könnte. Zeit, in der man Sport machen oder an die frische Luft gehen könnte. In der man Freunde auf ein Bier treffen oder mal wieder ein gutes Buch lesen könnte. Aber nein, man muss immer und überall erreichbar und online sein. Die Resultate der gestohlenen Zeit sind allgegenwärtig. Hypnotisiert vom bläulichen Bildschirmlicht werden wir faul und fett und dumm. Wir können schlechter schlafen, fühlen uns unwohl und menschlicher Kontakt wird vernachlässigt.

Gerade die Jugend scheint davon betroffen zu sein, hat sie doch nie gelernt mit den Gefahren des Fortschritts umzugehen.

PRO:

Smartphones machen glücklich. Es sind kleine Helfer, die unseren Alltag einfacher und erträglicher gestalten können. Wir können kilometerweit weg sein, in einem anderen Land oder auf einem anderen Kontinent – durch soziale Messenger-Dienste, wie WhatsApp oder Skype, sind geliebte Menschen stets nur einen Tastendruck von uns entfernt. Sie können uns trösten oder aufheitern, so als wären sie mit uns im Raum. Wir bleiben länger mit unseren Mitmenschen in Kontakt. Etwa mit der einen Schulfreundin, die man nicht häufig spricht, aber wenn doch, ist es jedes Mal wie früher. Das hat doch etwas Tröstliches.

Pläne lassen sich einfacher vereinbaren. Schluss mit Telefonlisten, man erstellt einfach eine WhatsApp-Gruppe und alle wissen Bescheid. Auch sonst sind Smartphones richtige Stimmungsaufheller. Hunderte lustiger (Katzen-) Videos auf YouTube und verschiedene Seiten voller Memes und Comics, die einem die Tränen in die Augen treiben können. Das Smartphone kann so manches Samstagabendprogramm ersetzen. Auch beim Dating ist es uns behilflich. Ob man sich gerne binden will oder nur auf der Suche nach ein paar heißen Dates ist, das Smartphone hilft. Nie war es so einfach wie heute neue Menschen kennen zu lernen. Hinzu kommen Funktionen wie der Wecker, die Erinnerung an wichtige Termine, Online-Banking, das E-Mail-Programm u.v.m.

Der kleine Allrounder macht unser Leben stressfreier und wir können uns auf die wirklich wichtigen Sachen konzentrieren. (LW)

Mein Praktikum bei SC Lötters: Meine erste Arbeitswoche

Voller Neugier und Interesse auf neue Aufgaben, die mir bisher nicht in dieser Form begegnet waren, ging ich zu meiner neuen Praktikumsstelle. Schon zu Beginn wurde ich in sehr abwechslungsreiche Arbeiten mit verschiedensten Programmen eingebunden. Da man am Anfang immer eine Menge an Informationen bekommt, ging es mir erst einmal darum, allem folgen zu können und zu hoffen, dass alles in eigener Umsetzung auch funktionieren würde. Aber wie sagt man: „Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen.“ Oder: „Übung macht den Meister.“

Langer Rede, kurzer Sinn: Nach der umfangreichen Erklärung der einzelnen, zum Teil digitalen Arbeitsschritte, bekam ich von Frau Dr. Lötters direkt einen sehr interessanten Auftrag, der den einen oder anderen höchstwahrscheinlich in seine Kindheit zurückversetzt. Ich sollte das Unternehmen Emiko für den Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ anmelden, bei dem Kinder einen ganzen Tag Tüftler bei der Arbeit beobachten dürfen. Im Falle von Emiko geht es dabei z.B. darum, wie Bakterien entstehen und wofür diese nützlich sind und vieles mehr. Zu meiner Aufgabe gehörte es, den Anmeldebogen auszufüllen. Außerdem sollte ich direkt einen kreativen Slogan für den Anmeldetext finden, der sowohl die verantwortlichen Redakteurinnen und Redakteure als auch Kinder ansprechen sollte. Nach einigen Formatierungsarbeiten war es dann soweit: Ich durfte meinen ersten, eigenen Blogeintrag für die SC Lötters Homepage beginnen. Aufregung pur, Spaß auf jeden Fall.

Erste Eindrücke

Direkt am ersten Tag erkannte ich, dass die Welt des Storytellings und der Strategischen Kommunikation eine Menge an vielseitiger Arbeit in vielen verschiedenen Bereichen bietet. Repräsentativ für die unterschiedlichen, breit aufgestellten Themengebiete sind unsere Kunden gbo datacomp und Emiko. Ein Klick auf unsere Links genügt und schon habe ich eine Fülle an Informationen zu den Unternehmen. Aber jetzt möchte ich noch von meiner ersten Arbeitswoche zu Ende berichten, um nicht völlig den roten Faden der Berichterstattung zu verlieren.

Am zweiten Arbeitstag bekam ich direkt weitere neue Einblicke in abwechslungsreiche, kreative Prozesse. Wir versendeten Pressemeldungen an Redaktionen. Bei der zweiten Meldung durfte ich das auch direkt selber machen. Zu Pressemeldungen gehören auch die sogenannten Clippings: Artikel unseres Kunden alpha9 Marketing (auskunft.de) aus verschiedenen Magazinen scannte ich und legte sie digital sowie analog ab.

Pressemitteilungen und PowerPoint Präsentationen

Pressemeldungen stellen wir auch online in Nachrichtenportale sowie in manchen Fällen auf Homepages der Kunden. Wir stellten den Blogbeitrag unseres Bürohundes Hunter auf unsere Seite und bereiteten ihn SEO-optimiert auf. Ich verfasste eine Anleitung zum Scannen und Weiterleiten von Presseartikeln. Danach hörte ich noch mehrmals in die Jingles der Gewerbeschau Duisdorf von 2011 rein, da wir zum Abschluss des Tages noch ein Gespräch mit Regina Rosenstock vom Gewerbeverein Hardtberg führten, bei dem ich direkt dabei sein durfte. Den Kopf voller neuer Eindrücke, ging ich nach Hause und dachte noch im Nachhinein über diese kleine Konferenz nach.

Am dritten Arbeitstag drehte sich alles um meine erste PowerPoint Präsentation für einen Kunden, die ich mithilfe von Vorlagen erstellte. Dabei muss man auf mehr achten als gedacht, denn bei SC Lötters verwenden wir unsere festen Schriftgrößen und Farben. Die Präsentation wurde dann auch gleich als PDF-Datei an den Kunden weitergeleitet. An meinem vierten Arbeitstag ging es in die Mediaplanung: Ich musste von verschiedenen Unternehmen die Pressemeldungen der letzten vier Monate vergleichen und für einen Kunden, der sich in dem Bereich neu aufstellen will, in Tabellenform aufbereiten. In dieses Projekt werde ich auch die nächste Zeit involviert sein.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir meine erste Woche bei SC Lötters gut gefallen hat und ich hoffe, dass auch weitere gute Wochen folgen werden.

Katharina Röttgers (24, Praktikantin bei SC Lötters)

Hunter’s Blog: Frohe Ostern

Hallo liebe Leser. Es schon eine Weile her, dass ich mich gemeldet habe, aber als Bürohund sind die Tage schon mal vollgepackt. Aber nachdem ich Ihnen im Dezember letzten Jahres von meinem Weihnachten berichtet habe, fand ich es nur angemessen, auch mal von meinem Ostern zu erzählen…

Ostara und das Christentum

Die Geschichte von Ostern ist eine Geschichte von verschiedenen Einflüssen auf ein und dieselbe Idee – Neuanfang. In unseren Landen stellt Ostern den wichtigsten christlichen Feiertag dar, an dem die Wiederauferstehung Christi, die Vergebung der Sünden und das ewige Leben gefeiert werden. Dabei ist Ostern ursprünglich ein heidnisches Fest, auch Ostara genannt. Ostara galt als ein Frühlingsfest, an dem zur Tagundnachtgleiche die jeweiligen Fruchtbarkeitsgöttinnen geehrt wurden. Als dann die Heiden (vor wirklich sehr langer Zeit) zum Christentum konvertiert sind, sind aus dem Zusammenspiel der beiden Kulturen auch Traditionen entstanden, ohne die Ostern heute nicht mehr vorstellbar wäre. So werden an Ostern etwa bunte Eier (teilweise vom „Osterhasen“) versteckt und von den Kindern gesucht. Der Hase ist traditionell ein sehr fortpflanzungsreiches Tier, passend zu den Göttinnen der Fruchtbarkeit. Und die Eier, tja die sollen ein Symbol für die Auferstehung Christi sein – von außen kalt und tot, aber im Innern wächst neues Leben. Genauso gut kann man diese aber auch mit Ostara verbinden, an dem das Erwachen neuen Lebens in der Natur zelebriert wird. Ach, wer weiß schon genau, wie das damals alles war. Wer was von wem übernommen hat und welche Deals zu unserem heutigen Fest geführt haben…

Weihnachten versus Ostern

Mein Ostern unterscheidet sich von meinem Weihnachten jedenfalls ganz deutlich! Steht die Weihnachtszeit noch für Ruhe, Gemütlichkeit und Wärme, ist der Drill an Ostern doch ein anderer. Alles ist hell! Die Tage sind wieder länger, mit etwas Glück kann man draußen sitzen. Die Farben haben sich gewandelt von Rot, Gold, Grün zu Gelb, Pink, Orange und Hellgrün. Allein das macht mich schon viel aktiver und wacher. Natürlich bekommen wir Ostern auch wieder jeden Menge Besuch, aber anstelle eines schweren Abendessens mit Soßen und Fleisch und Knödeln kommen jetzt alle zu einem (im Vergleich) leichten Frühstück oder Brunch vorbei. Und dann kommt mein Lieblingsteil: Wir gehen raus!! Früher haben Frauchen und ich immer im Garten Eier gesucht. Ok, Frauchen hat gesucht; ich habe Blumen umgegraben, wenn keiner zugeguckt hat. Aber dafür sind wir jetzt schon zu alt. Jetzt machen wir ganz großartige Spaziergänge. Im Wald, im Feld, um den See. Und wir sind nicht die Einzigen, das macht es noch viel besser! Wir treffen allerlei alte und neue Bekannte an der frischen Luft. Jeder ist übermütig und will spielen und jagen… Wenn ich es mir recht überlege, finde ich Ostern vielleicht sogar noch besser als Weihnachten.

Wie auch immer Sie die Feiertage verbringen, welche Aktivitäten Sie so vorhaben, ich wünsche Ihnen eine gute Zeit. Genießen Sie die frische Luft und das Erwachen der Natur. Vielleicht nehmen Sie sich sogar die Idee hinter dem Feiertag als Vorbild und fangen mit einem Problem noch einmal neu an.  (Hunter)

Facebook und die Daten – eine Leidensgeschichte

Vor einigen Wochen war es wieder so weit.  Es hat bei Facebook einen erneuten Datenskandal gegeben. Die Passwörter von Millionen von Nutzern waren auf internen Servern unverschlüsselt gespeichert. Laut einigen Quellen sollen diese für etwa 20.000 Mitarbeiter des sozialen Netzwerkes zugänglich gewesen sein. Facebook nahm bisher dazu nur in einem Blogbeitrag Stellung: der Fehler sei mittlerweile behoben worden und es gebe keine Anzeichen für missbräuchliche Verwendungen seitens der Mitarbeiter. Nüchtern. Keine Entschuldigung, keine Erklärung, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Dass diese Informationen anscheinend nicht missbraucht wurden und auch kein Externer Zugriff auf die Daten gehabt haben soll, ist, wenn überhaupt, nur ein kleines Trostpflaster.

Lösungsvorschläge

In der Politik werden unterschiedliche Stimmen laut. So sieht Bundesdatenschutzbeauftragter Kelber einen möglichen DSGVO-Verstoß und fordert die Prüfung eines Bußgeldverfahrens. Das könnte das Unternehmen zwar teuer zu stehen kommen, aber wirklich treffen würde es nur ein drastischer Rückgang der Nutzerzahlen. Das ist auch, wozu EU-Justizkommissarin Vera Jourova die Nutzer aufrief. Kein Nutzerkonto – keine gefährdeten Daten. Um sich Facebooks Datenkrake aber komplett zu entziehen, müsste man konsequenterweise auch Instagram und WhatsApp verlassen. Allerdings sind die drei Netzwerke zusammen so mächtig und haben so viele Nutzer, dass dieses Szenario nur schwer vorstellbar ist. Facebook hingegen empfiehlt seinen Nutzern, die Zwei-Faktor-Identifizierung zu nutzen. Bei jeder Anmeldung bekommt man ein Token auf das Handy, um zu verifizieren, dass man auch wirklich derjenige ist, der sich gerade anmeldet. Nett gemeint, dabei wäre es doch Aufgabe des Unternehmens die Zugangsdaten ausreichend zu sichern. Außerdem: möchte man Facebook bei der aktuellen Lage wirklich auch seine Handynummer zu Verfügung stellen?

Handel mit Daten

Fakt ist, es ist nicht Facebooks erster Datenskandal. Man erinnere sich nur an Cambridge Analytica. Die Nutzer aber scheinen nicht zu lernen, denn Facebook ist beliebt. Man kann mit Schulfreunden in Kontakt bleiben, seinem Unternehmen einen weitreichenden Internetauftritt gewährleisten oder sich einfach nur lustige Memes anschauen. Auch wenn mittlerweile einige dem Netzwerk den Rücken zugekehrt haben, werden Instagram und WhatsApp weiter fröhlich benutzt. Politik hin oder her, was jetzt vor allen Dingen passieren muss, ist ein Umdenken in der Bevölkerung. Blind stellen wir im Internet unsere Daten zur Verfügung. Teilen Orte, Vorlieben und Freunde. Dabei sind Daten ein wichtiges Gut, mit dem gehandelt werden kann. Daten gegen Geld etwa. Erste solche Modelle gibt es bereits. Die regionale Suchmaschine „auskunft.de“ ist ein Pionier und gutes Beispiel dafür, dass es auch anders geht und Nutzer sich für Ihre Daten entlohnen lassen können. Ein Konzept, von dem beide Seiten etwas haben.

Trotzdem gilt, wirklich sicher vor Datenklau ist man nur, wenn man erst gar keine Daten hinterlässt und seine Accounts bei Facebook und Co. löscht. Den Mut dazu haben aber wohl nur wenige. (LW)

Wir fahren zur Hannover Messe!

Vom 01.04. bis 05.04.19 findet die Hannover Messe statt. Wie auch in den Vorjahren ist SC Lötters wieder mit dabei. Oder genauer gesagt: Dr. Christine Lötters, die die mittlerweile zur Tradition gewordene Podiumsdiskussion im Rahmen der Internationalen MES-Tagung moderiert.

MES-Tagung findet bereits zum elften Mal statt

Dabei macht es jedes Jahr auf neue Spaß. Und wir sind auch ein wenig stolz. Nicht nur, dass am 04.04.19 bereits zum 11. Mal die Internationale MES-Tagung auf der HANNOVER MESSE stattfindet, sondern dass die von Dr. Christine Lötters moderierte Podiumsdiskussion am Mittag mittlerweile fester Bestandteil geworden ist. Dieses Mal findet sie um 12 Uhr 45 statt.

Auch dieses Mal werden wir handverlesene Experten auf das Podium holen, um über das Thema Ohne MES keine Zuverlässigkeit in der Supply Chainzu diskutieren. Zu unseren Gästen gehören:

  • Karl M. Tröger: Business Development Manager, PSI Automotive & Industry GmbH
  • Dipl.-Ing. Michael Baranowski: Geschäftsführer, TEAM GmbH
  • Dr.-Ing. Florian von der Hagen: Director Engineering Solutions, Business Unit Maintenance, Repair and Overhaul (MRO), Lufthansa Industry Solutions
  • Katharina Röhrig: Leitung Organisations- und Unternehmensentwicklung, GFOS mbH
  • Dr. Karsten Sontow: Vorstandsvorsitzender, Trovarit AG

Dr. Christine Lötters moderiert die zur Tradition gewordene Podiumsdiskussion

Wir wissen, Industrie 4.0 ist nicht aufzuhalten. Aktives Handeln ist vor allem im Mittelstand gefragt. Daher müssen die Verantwortlichen auf die fundamentalen Änderungen in Folge von Industrie 4.0 vorbereitet zu sein. Auch die Mitarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen müssen vorbereitet und mitgenommen werden. All diese Dinge werden in der Podiumsdiskussion zur Sprache kommen.

Zeitlich und thematisch sind wir wie immer passend platziert zwischen den Themenbereichen Prozessfertigung und diskrete Fertigung.

Aber auch unabhängig von der Podiumsdiskussion ist die MES-Tagung einen Besuch wert: Abgerundet wird das Programm nämlich mit der Guided Tour „MES Solutions“ (auf Deutsch und auf Englisch), die Besucher in die Hallen der Digital Factory führt, wo Aussteller MES Lösungen für die Prozessindustrie und der diskreten Fertigung vorstellen werden. Diese Tour führt auch am Stand unseres Kunden gbo datacomp vorbei!

Rückblick II: auskunft.de – eine Alternative zu Google?

11 Februar 2019: Die „auskunft.de“-App wurde offiziell bei einem Pressetalk im Deutschen Museum Bonn im Beisein von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, verschiedenen Vertretern aus Mittelstand und Wirtschaft und den hinter auskunft.de stehenden Investoren vorgestellt. Zweieinhalb Monate Vorbereitung gingen in diesem Abend auf und an diesem Abend zu Ende. Letzte Woche gab es den ersten, hier folgt nun der zweite Teil der Geschichte!

Es nimmt Form an

Nachdem mit dem Deutschen Museum eine Location gefunden worden war, wurde die Struktur des Abends erstellt und stetig ausgebaut. Auf anderen Veranstaltungen knüpften wir Kontakte und begeisterten für das Thema. Radiosender wie RPR1 oder Radio Bonn/Rhein-Sieg wollten unbedingt am Talk teilnehmen oder gleich in Kampagnen mit auskunft.de kooperieren. Unsere Arbeit ging voll auf. Und wir in ihr.

Langsam näherten wir uns dem 11.02. Nun ging es daran, Einladungen zu erstellen und drucken und verschicken zu lassen – eine Aufgabe, die wir mit Bravour erledigten. Ebenso wurden nun Einladungen an die Presse per Mail und Internetlink verschickt. Auskunft.de hatte eine Landingpage angelegt, auf der alle relevanten Inhalte rund um den Abend und eine Anleitung zur App zu finden waren. Wir stellten die Inhalte zur Verfügung, die dann auch in einer Pressemappe gebündelt zu finden waren. Diese Aufgabe bereitete uns und den Beteiligten bei auskunft.de sehr viel Spaß und nahm nicht weniger als eine ganze Woche Zeit in Anspruch. Immer wieder wurden von verschiedenen Seiten Änderungen gewünscht, die Formatierung musste angepasst werden, Inhalte wurden verschoben, Fotos ausgetauscht und die Grammatik und die Rechtschreibung sollten natürlich auch stimmen.

Es ist soweit!

Schließlich war der große Tag da. Wochenlang hatte sich die Aufregung angesammelt. Das Publikum und die Presse waren da und gespannt, die Moderatorin und die Talk-Teilnehmer gebrieft und in guter Laune. Der Minister kam (wie oft haben wir darüber gewitzelt, dass er kurz vorher absagen würde?) und war sichtlich interessiert an der Thematik. Am liebsten hätte er einen roten Knopf gedrückt, um die App zu launchen. Die App wurde vorgestellt, die Talkteilnehmer unterhielten sich über die Relevanz von Digitalisierung im Zusammenhang mit der Region, über auskunft.de als Alternative zu Google, über sichere Kryptowährung (in diesem Fall Stellar Lumen) und das Publikum lauschte gespannt. Die Presse interviewte den Minister und Fabian Brüssel im Nachgang direkt.

Dann folgte der entspannte Teil mit Essen und Getränken (ja, auch um das Catering mussten wir uns natürlich kümmern) und man konnte sich bei dem einen oder anderen Kaltgetränk nun nochmal in Ruhe über das Gehörte und Gesehene austauschen. Als der Abend vorbei war, waren wir froh, dass die lange Arbeit so ein positives Ergebnis gebracht hatte. Und waren ehrlich gesagt auch froh, abends aufs Sofa zu fallen. Doch die Arbeit war natürlich noch nicht vorbei: Im Nachgang wurde eine Pressemeldung verschickt und wir tauschten uns mit der vor Ort anwesenden Presse noch einmal aus. Die Arbeit mit auskunft.de wird also noch lange weitergehen. Den Pressetalk haben wir schon einmal souverän gemeistert. Und Spaß hat es auch gemacht. (PR)

Rückblick I: auskunft.de – eine Alternative zu Google?

11 Februar 2019: Die „auskunft.de“-App wurde offiziell bei einem Pressetalk im Deutschen Museum Bonn im Beisein von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, verschiedenen Vertretern aus Mittelstand und Wirtschaft und den hinter auskunft.de stehenden Investoren vorgestellt. Zweieinhalb Monate Vorbereitung gingen in diesem Abend auf und an diesem Abend zu Ende.

Der Minister kommt!

Bereits im Herbst 2018 war klar, die App sollte Anfang 2019 gelauncht werden. Jetzt war es an SC Lötters, den Launch gebührend und vor allem öffentlichkeitswirksam zu organisieren. Schließlich sollte die auskunft.de-App nicht im stillen Kämmerlein präsentiert werden, sondern vor Publikum mit Rednern und Medien, die darüber berichten.

Bereits Ende Oktober sammelten wir die ersten Ideen. Dass wir Prof. Dr. Andreas Pinkwart, den Minister für Wirtschaft und Digitales in NRW, einladen, stand direkt als Vorschlag im Raum, auch wenn wir im ersten Moment vielleicht kurz darüber geschmunzelt haben. Das Ministerium sagte relativ schnell zu. Dies bestätigte und unterstrich für uns einmal mehr die Relevanz und das öffentliche Interesse an der App. Dass man bis zum Pressetalk quasi einmal wöchentlich den Ablaufplan für das Ministerium ein wenig ändern musste, damit alle Formalitäten korrekt sind, lässt sich da im Endeffekt natürlich leicht verschmerzen.

Neben dem Minister waren die anderen Teilnehmer bereits klar: Fabian Brüssel als Geschäftsführer der alpha9 Marketing und damit auskunft.de war gesetzt, genauso wie die Vertreter der Investoren, der Großverlage, die hinter auskunft.de stehen. Außerdem wurden aufgrund der regionalen Relevanz von auskunft.de Vertreter der Stadt Bonn, des Digital Hub und der IHK Bonn/Rhein-Sieg geladen. Zwar hat das Karussell, wer von den genannten Institutionen denn nun genau kommt, in der nächsten Zeit noch ein wenig rotiert, doch bald standen die Talk-Teilnehmer fest. Und auch das Datum war mittlerweile auf den 11.02. gelegt worden.

Wo soll der Pressetalk stattfinden?

Wir schauten uns mehrere Locations an. Bonn hat eine große und tolle Auswahl passender Lokalitäten für Veranstaltungen dieser Art. Auch hier mussten wir verschiedene Dinge stets berücksichtigen: Gab es genug Parkplätze? Konnte der Fahrer des Ministers für die Zeit des Talks irgendwo unterkommen? Waren die technischen Gegebenheiten für die Nutzung der App da? Jeder von uns hatte drei Gehirne auf einmal, die auf Hochtouren arbeiteten.

Parallel dazu wurde im Büro gearbeitet. Wer sollte den Pressetalk moderieren? Mehrere passende Kandidatinnen standen zur Auswahl, die wir gar nicht erst suchen mussten, sondern die sich vom Thema des Talks direkt angesprochen gefühlt hatten. Und welche Pressevertreter sollten wir einladen? Die Verteiler wurden bearbeitet, aktualisiert und die ausgewählten Pressevertreter bekamen stets aktuelle Informationen zu auskunft.de, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Im nächsten Schritt wählten wir gemeinsam mit alpha9 Marketing aus, wer auf die Gästeliste gesetzt werden sollte. Mit dem Deutschen Museum in Bonn hatten wir mittlerweile eine Location gefunden, die nicht nur die Regionalität Bonns unterstrich, sondern auch den Zusammenhang zur Technik herstellte. Jetzt musste man natürlich auch darauf achten, dass man nicht zu viele Gäste einlädt…

To be continued!

Teil 2 folgt nächste Woche!

Neuromarketing – Komplex wie das Gehirn (04.09.18)

Bei der Begriffsdefinition fängt es schon an. Was ist Neuromarketing eigentlich genau? Und welche Gebiete werden davon erfasst? In der Fachwelt ist man sich uneins. Ist mit „Neuromarketing“ nur die neuralen Grundlagen von ökonomischen Paradigmen gemeint? Oder fallen auch neurowissenschaftliche Untersuchungen über sämtliche Abläufe im Gehirn (etwa Vertrauen, Persönlichkeit, Preisbildung etc.) darunter? Für den Marketingeinsatz wichtig ist eindeutig die erweiterte Betrachtungsweise. Denn nur wenn man die Abläufe im Gehirn in ihrer Gesamtheit versteht, kann man sich mit den grundlegenden Fragen des Marketings auseinandersetzen. Beim Neuromarketing wird also auf die Erkenntnisse aus Hirnforschung und Psychologie zurückgegriffen. Damit werden neue Marketingstrategien entwickelt, um Kunden gezielter zum Kauf anzuregen. Eine beliebte Methode der Analyse ist die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Dabei werden Probanden Reizen ausgesetzt. Die Tomografen machen Livebilder vom Gehirn. Je nach Reiz sind andere Hirnareale aktiv. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen herstellen.

Ein Schritt in Richtung – „Kaufknopf“ im Gehirn?

Nein, so ist es nicht. Diese anfänglich so euphorische Suche gilt mittlerweile als gescheitert. Dennoch bietet dieses Gebiet weiterhin viele Möglichkeiten, um Verbindungen zu erkennen. Die Anwendung der neurologischen Erkenntnisse ist nur etwas komplizierter als erhofft. Eigentlich überrascht das kaum. Immerhin sind wir Menschen auch komplizierte Wesen. Unterbewusst treffen wir Entscheidungen und gaukeln uns gerne vor, doch genau zu wissen, warum wir uns jetzt für dieses oder jenes Produkt entschieden haben. Stets führen wir einen Kampf aus: Emotion vs. Ratio.

Verstand versus Emotionen

Oftmals geht die Ratio dabei als Verlierer hervor. Denn das menschliche Gehirn schenkt emotional geprägten Inhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit. Dadurch bleiben diese besser in Erinnerung. Dann zeigte eine Studie aus 2004, dass für uns Menschen Marken und Image enorm wichtig sind, falls das nicht schon längst bekannt war. Probanden verkosteten die chemisch so gut wie identischen Getränke Pepsi und Coca-Cola. In einem Bilddurchlauf bevorzugte etwa die Hälfte der Probanden Pepsi. Die Sache sah wieder anders aus, als den Testpersonen vorher die Marken der Getränke genannt wurden. Auf einmal schmeckte Coca-Cola besser.

Der Weg ist das Ziel

Eine finale Lösung für optimale Marketingstrategien liefert uns das Neuromarketing bislang auch nicht. Sämtliche Erkenntnisse gewinnt man unter Laborbedingungen. In der Realität werden wir Kunden von ausgeklügelten Strategien angesprochen. Wir sind abgelenkt durch schreiende Kinder. Oder durch eine Nachricht von unserem gestrigen Date. Oder durch einen Song, der uns schon den ganzen Tag nicht aus dem Kopf geht und gerade im Supermarkt gespielt wird. Dennoch geben die Forschungsergebnisse des Neuromarketings wichtige Hilfestellung.

Aber nach wie vor gilt: Über Erfolg und Misserfolg entscheidet das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren.

Alexa, das darfst du aber nicht weitersagen! (25.10.18)

„Alexa, mach mal Musik an. Irgendwas von Queen bitte!“ Schon höre ich Bohemian Rhapsody. „Und noch das Licht im Wohnzimmer dämmen, bitte!“ Schwupps, ist es romantischer. Und das alles, ohne aufstehen zu müssen. Aber Alexa kann noch mehr: Wenn ich vergessen habe, wann ich zum Zahnarzt muss, frage ich sie einfach. Wenn ich etwas googeln will, sowieso. Und bei entsprechender Vernetzung mit einem der Kooperationspartner von ihrem Schöpfer Amazon liest sie mir zum Beispiel auch Artikel von tagesschau.de oder Spiegel online vor, oder aber schließt meinen BMW, der draußen in der Garage parkt, ab. In den USA kann sie sogar meinen Kontostand abrufen und Pizza bestellen.

Ein authentischer Gesprächspartner

Alexa ist, wie zum Beispiel auch Siri von Apple oder der Google Assistant, ein sogenannter Intelligenter Persönlicher Assistent (IPA) oder auch Sprachassistent. Das bezeichnet eine Software, die Spracherkennung, -analyse und -synthese, also die künstliche Erzeugung der menschlichen Stimme, beherrscht. Der Benutzer kann den IPA also ansprechen wie einen Menschen und erhält Reaktionen in Form von natürlichsprachlichen Antworten oder technischen Ausführungen. Fortgeschrittenere Assistenten können sogar Rückfragen stellen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Das Ziel der Hersteller ist es, den Sprachassistenten einen möglichst authentischen Dialog mit dem Benutzer führen zu lassen. In den letzten Jahren nutzen immer mehr Menschen diesen persönlichen Begleiter. Besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen stellen Alexa & Co sicherlich eine große Erleichterung dar. Doch es gibt einen Haken: Wie immer zahlen die Benutzer mit ihren Daten.

Der Spitzel im Wohnzimmer

Die Geräte haben, ohne dass wir sie viel in Anspruch nehmen, von vornherein Zugang zu all‘ unseren elektronischen Daten: Kalender, Nachrichtendienste, Adressbücher usw. Wenn wir in Anwesenheit des IPA sprechen, wird alles (!) Gesagte an Datenzentren gesendet, weil die Verarbeitungsprozesse so aufwendig sind, dass sie nicht vor Ort von dem Gerät selbst geleistet werden können. Das bedeutet, dass alle Informationen, die der IPA aktiv oder passiv aufnimmt, außerhalb der eigenen vier Wände gespeichert werden. Unter Umständen sogar außerhalb der eigenen Landesgrenzen, wo andere Datenschutzgesetze gelten. Anders gesagt: IPA sind die besten Spitzel der Welt.

Uneingeschränkte Euphorie über diese neue angewandte Technologie der Künstlichen Intelligenz ist also sicherlich nicht angebracht. Wer Alexa & Co nutzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die neuen Bekannten keine Geheimnisse für sich behalten. (HM)

Filterblase: Unerreichbare Informationen (11.10.18)

Jeder lebt in seiner eigenen Blase, sagt man. Egal, was ich tue, ob an der Arbeit, beim Sport, im Urlaub, beim Ausgehen am Abend oder im Lieblingsgeschäft: Immer treffe ich auf Gleichgesinnte. Nur mit Menschen, deren Blase sich mit meiner eigenen überschneidet, werde ich näher bekannt. Mit ihnen mache ich mehr als nur Smalltalk und freunde ich mich an.

Jeder lebt in seiner eigenen Welt

In den Weiten des Internets hingegen sehen die Dinge ganz anders aus: Hier kriege ich jederzeit jegliche Informationen, kann mich anonym mit allen möglichen Menschen verbinden und austauschen, denen ich so nie begegnet wäre und bin bei allem, was ich tue unbegrenzt und unbeobachtet. Oder?

Nein, sagt dazu der Internetaktivist Eli Pariser, das ist falsch. Denn das Internet zeigt uns nur solche Informationen, die es als für uns relevant einstuft. In seinem Buch „The Filter Bubble: What The Internet Is Hiding From You” (2011) erklärt der Amerikaner, woher das kommt und wie das funktioniert.

Selektierte Suchergebnisse

Die Ergebnisse meiner Suchanfragen im Internet sind gezielt selektiert. Denn der Algorithmus von Webseiten spielt Wahrsager, wenn er die Voraussage trifft, welche Informationen mich persönlich interessieren werden. Das tut er keinesfalls willkürlich, sondern aufgrund der Benutzerinformationen, die er von mir gesammelt hat: Klicks, Suchanfragen, Standortinformationen.

Das ist zunächst einmal praktisch: Google zum Beispiel zeigt mir auf meine Suchanfrage hin solche Webseiten oben an, nach denen ich schon einmal gesucht habe. Was ist also kritisch daran? Der Algorithmus nimmt mir in gewisser Weise die Entscheidung ab, welche Informationen ich aufnehme. Ich verliere den Überblick über die Meinungsvielfalt zu einem bestimmten Thema, weil alle Informationen nur auf einen Aspekt hin ausgerichtet zu sein scheinen. Das führt zu einer intellektuellen Isolation.

Ohne Einfluss auf die Suchergebnisse

Wir haben keinen Einfluss auf unsere digitale Filterblase. Wollen wir das Internet nutzen, müssen wir sie akzeptieren. Und man kann sicherlich auch argumentieren, dass selektierte Informationen besser sind, als ganz auf die Informationsmasse des Internets zu verzichten. Wichtig ist nur, sich die Existenz der Filterblase bewusst zu machen. Wenn ich bestimmte Informationen nicht auf den ersten drei Seiten meines Google-Ergebnisses finde, heißt das keinesfalls, dass sie nicht existieren oder von nur wenigen Leuten gelesen werden.

 

Geplatzte Blase – reale Welt

Wer seine Blase zerplatzen lassen will, hat die Möglichkeit dazu in der realen Welt. Um seine Horizonte zu erweitern und neue Informationen zu erhalten, kann man ganz gezielt Mauern einreißen, und auf Menschen zugehen, deren Blase oft unerreichbar scheint. Sie ist es nicht. (HM)

Es gibt Alternativen zu Google? Das muss ich gleich mal googeln… (27.09.18)

Schon vor 14 Jahren wurde das Verb „googeln“ in den Duden aufgenommen. Der häufige Sprachgebrauch zeigt, wie sehr google.com vorherrscht, wenn es um Suchmaschinen geht. Seit 20 Jahren gibt es die Internet-Suchmaschine bereits. Damals wurde sie im Vergleich zu ihren Konkurrenten so beliebt, weil sie einen neuartigen Ranking-Algorithmus anwandte, der den Suchenden immer nur relevante Suchergebnisse ausspuckte – das spart bis heute Zeit und Nerven. So hat sich Google die Position des weltweiten Marktführers im Bereich Suchmaschinen gesichert.

Kritik an Google

Dabei wird immer wieder Kritik an dem Internet-Giganten laut: Der intransparente Umgang mit Nutzerdaten bis hin zur Missachtung von geltenden Datenschutzgesetzen sorgt regelmäßig für Empörung. Trotzdem ist und bleibt google.com die meistgenutzte Suchmaschine. Dass Google ihre Klicks analysiert, ihre Suchanfragen aufzeichnet, ihre IP-Adresse und Cookies speichert und nur personalisierte Suchanfragen anzeigt – das scheint die meisten Internetnutzer nicht genug zu stören, um sich ernsthaft nach einer anderen Suchmaschine umzusehen. Doch eigentlich ist die Verwendung von Google reine Gewohnheitssache – Alternativen gibt es zuhauf. Hier eine kleine Auswahl:

  1. auskunft.de – Suchmaschine für lokale Unternehmen und Geschäfte

Auskunft.de mit Sitz in Bonn ist die Suchmaschine Nummer 1, wenn es darum geht, regionale Dienstleister und Firmen zu finden. Im Gegensatz zu Google arbeitet das Entwickler-Team nach deutschen Datenschutzbestimmungen und fragt die User um Erlaubnis für die Nutzung der jeweiligen Daten.

  1. duckduckgo.com – Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt.

Duckduckgo erklärt auf ihrer Internetseite, keinerlei Nutzerdaten zu sammeln und zu speichern. Datenschutz und Privatsphäre werden hier großgeschrieben.

  1. startpage.com – Die diskreteste Suchmaschine der Welt.

Auch Startpage verspricht, nichts außer der reinen Anzahl der täglichen Suchanfragen zu speichern. Der Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer steht für Startpage im Fokus.

  1. qwant.com – Die europäische Suchmaschine, die Ihre Privatsphäre respektiert.

Ebenso wirbt Qwant mit strengen Datenschutzbestimmungen. Privatsphäre und Neutralität sind hier die Stichworte.

  1. ecosia.org – Im Web suchen und Bäume pflanzen.

Wer neben Datenschutz auch Wert auf Umweltschutz legt, sollte zu Ecosia wechseln: Die Initiative spendet ihre Einnahmen an verschiedene Aufforstungsinitiativen weltweit. Auch diese Suchmaschine verkauft weder Daten an Werbeträger noch verwendet sie Tracker von Drittanbietern.

 

Welche Alternative ist die wohl für mich die beste? Das muss ich gleich mal googeln… (HM)

Handys bei Konzerten – ja oder nein?

Die amerikanische Rockband „A Perfect Circle“ hat auf ihrer aktuellen Tour eine ganz eiserne Regel eingeführt: Es ist absolut verboten, während des Konzertes Fotos zu machen und zu filmen. Konzertbesucher, die mit Handy in der Hand erwischt werden, werden rausgeworfen. Dass dies keine leeren Versprechen sind, hat die Band bereits das eine oder andere Mal bewiesen. Manch einen Besucher hat das empört, die meisten scheinen jedoch über den kurze „erzwungenen“ Verzicht auf die Social-Media-Pflicht erleichtert zu sein. Endlich kann man in Ruhe einen Moment genießen.

Desillusioniert?

Die Band hat auf ihrem aktuellen Album eins ihrer Lieder dem Thema gewidmet. In „Disillusioned“ geht es um die Abhängigkeit von sozialen Medien, Geräten und veränderter Wahrnehmung. “Dopamine” singt Sänger Maynard James Keenan immer wieder. Denn bei den Glücksgefühlen, die die Aufmerksamkeit der anderen in den sozialen Medien hervorruft, wird genau das ausgeschüttet. Die Band vergleicht das mit Pavlov‘s Hunden. So wie die Glocke bei Ihnen in Erwartung von Futter (auch wenn es keines gab) Speichelfluss auslöste, wird bei uns Dopamin ausgeschüttet, wenn ein Social Media Messenger auf dem Handy blinkt. Also gilt bei Konzerten: Runter mit den Smartphones, die wir nur zur Hand nehmen, weil wir eigentlich total desillusioniert sind. Stattdessen sollten wir uns aufeinander fokussieren und aufeinander besinnen. Die Ironie wird aufgedeckt, wenn man bedenkt, dass viele gerade das Lied über ihr Handy hören oder sich gegenseitig News über die Band oder diesen Text hier über soziale Netzwerke schicken.

Man vergisst, den Moment zu leben

Es ist aber auch nervig. Man ist bei einem Konzert, das Licht geht aus, die Intro-Musik beginnt, die Stimmung steigt – und das gefühlt komplette Publikum zückt die Handys und streckt sie filmend in die Höhe. Man versucht, den Moment für die Zukunft einzufangen. Den Moment in der Gegenwart – das eigentlich Wichtige – bekommt man aber dabei überhaupt nicht mit.

Viele KonzertbesucherInnen bleiben aber noch beharrlicher und filmen nicht nur ab und zu zwischendurch, sondern manchmal das halbe Konzert mit. Wenn diese Person erstens größer als man selbst ist und man zweitens dementsprechend das Geschehen auf der Bühne nur noch den kleinen Displays vor sich mitverfolgen kann und selbst des Konzerterlebnisses und des Moment-Genießens beraubt wird, kann einem schonmal der Kragen platzen. Am Ende kommt eh ein schlecht gefilmtes Video heraus, auf dem man wenig erkennt und nur Krach hört. Da sollte man sich doch auf das viel „bessere“ Jetzt besinnen, von dem man mehr hat uns aus dem man viel mehr mitnehmen kann.

Darf man filmen?

Auch rechtlich ist das Filmen eine schwierige Sache. Es wird meist auf Tickets und an der Location darauf hingewiesen, dass nicht gefilmt werden soll, doch die wenigsten halten sich daran. Andersherum wird das Ganze viel strikter gehandelt: Wenn die Musiker ihre Konzerte für Live-Übertragungen oder spätere Veröffentlichungen mitfilmen lassen, gibt es vorher eine große Ankündigung für das Publikum und man hat die Möglichkeit, sich dagegen entscheiden und zu gehen oder gar nicht erst auf das Konzert zu gehen. Die Künstler haben diese Freiheit nicht. Im Gegenteil, sie leben davon, dass ihre Musik gekauft und verkauft wird und nicht in schlechter Qualität frei verfügbar gemacht wird.

A Perfect Circle haben es kürzlich bei ihrem Auftritt in Hamburg geschickt gelöst. Beim letzten Lied erklärte Sänger Keenan kurz vor Ende, man dürfe nun bis zum Ende des Konzertes filmen. Kurze irritierte Blicke – und fast alle Anwesenden zückten ihre Handys und filmten die glorreichen letzten anderthalb Minuten. Wie eine Armee, die nur darauf gewartet hatte, einen Befehl entgegen zu nehmen. Was die Band wohl gedacht hat? Wir sind anscheinend nur desillusionierte Marionetten. (PR)

Wird Virtualität immer realer? (19.08.18)

Meine Sinne sind komplett eingenommen. Klar, wenn ich darauf achte, merke ich schon, dass ich auf einem Stuhl sitze und mir der Wind durch das geöffnete Fenster in mein Gesicht weht. Doch es ist so leicht, sich ganz dem hinzugeben, was Augen und Ohren mir vorgaukeln. Ich bin irgendwo im Ozean, vor mir liegt ein Schiffswrack, überwuchert von Wasserpflanzen und belebt von Wassertieren aller Art und Couleur. Wenn ich mein Kinn gen Himmel recke, sehe ich nichts als Wasser – nur ganz oben schimmert kaum wahrnehmbar etwas Sonnenlicht durch das tiefe Dunkel…

Als plötzlich jemand hinter mir spricht, schrecke ich auf. Ich drehe mich auf meinem Drehstuhl um hundertachtzig Grad. Direkt vor meinem Gesicht steht eine Frau und schaut mich fragend an. Ich drehe mich wieder zurück: Weg ist der Ozean, stattdessen stehe ich in einem Schlafzimmer. Als links von mir ein Knall ertönt, reicht es mir: Ich klappe einen meiner Kopfhörer nach oben, um wieder mehr von der wirklichen Realität mitzubekommen, und weniger von der virtuellen.

Der Hype um Virtual Reality

Auch wenn die Wenigsten bereits selbst einmal ausprobiert haben, sich der wichtigsten Sinne beraubt in ein computergeneriertes Leben zu stürzen, ist der Hype um die virtuelle Realität (VR) keineswegs neu. Bereits 1992 sprachen Wissenschaftler davon, VR würde bald zum Alltag der meisten Menschen gehören. Obwohl es soweit noch immer nicht ist, stehen die Chancen für Firmen wie Oculus VR (übernommen von Facebook) und Microsoft heute gut: Nicht nur die Spieleindustrie setzt auf VR, auch in Filmen, bei Videotelefonaten, im Sport, in der Kunst, für Trainings aller Art und in der Bildung soll die virtuelle Realität in Zukunft vermehrt mitmischen. Natürlich wird sie auch für das Marketing zunehmend interessant, schließlich kann das virtuelle Erlebnis sehr intensive Emotionen auslösen. Sind VR-Brillen erstmal einer größeren Zielgruppe zugänglich, können Menschen durch sie gezielt beeinflusst werden. Das Ziel der Entwickler: die hundertprozentige Immersion.

Ein Realitätsverlust auf Zeit also, Interaktion mit Vorgetäuschtem – ist das wirklich, wonach sich der moderne Mensch auf Dauer sehnt? (HM)

Silvester bei -15 Grad

„Frohes Neues Jahr!!“ und prompt werden Umarmungen und Küsse ausgetauscht und mit einem Glas Sekt wird auf den Jahreswechsel angestoßen. So sieht Silvester wohl bei den meisten Menschen aus. Man verabschiedet das alte Jahr und begrüßt das Neue freudig. Man wünscht sich und anderen ein gutes neues Jahr und hofft vielleicht sogar auf ein besseres 2019, als es ein 2018 war.

In der Gesellschaft ist jedoch zunehmend zu beobachten, dass der Jahreswechsel nicht mehr ganz so freudig erwartet wird. Immer mehr Menschen freuen sich nicht auf die Silvesterparty, sondern auf den Morgen danach, wenn alles vorbei ist. Denn die Frage „Hast du eigentlich schon Pläne für Silvester?“ wird immer früher gestellt. Bevor der Weihnachtstrubel überhaupt richtig angefangen hat, muss man sich schon Gedanken darüber machen, ob man zu Silvester einlädt oder eingeladen werden will. Ist Weihnachten noch ein klassisches Familienfest – und die Gästeliste insoweit lange bekannt – ist an Silvester alles möglich: Von einem Abend allein und in Harmonie mit sich selbst, über die Bewirtung von ein paar Gästen mit Raclette und Dinner-for-one, bis hin zu lauten Parties mit wildfremden Menschen.

Dabei darf man sich bei seiner Entscheidung aber nicht zu lange Zeit lassen. Tische sind schnell ausgebucht, Gastgeber wollen eine frühe Zusage und auch für Veranstaltungen steht man wohl besser zeitig auf der Gästeliste. Und dann auch immer diese Vorsätze. Irgendwie wird es erwartet, dass man welche hat. Dass diese dann meistens doch nicht eingehalten werden, scheint kaum jemanden zu stören. Klassisches Beispiel: Mehr Sport treiben. Ich will nicht wissen, wie viele Karteileichen den Fitnessstudios den monatlichen Mitgliedsbeitrag überweisen. Getreu dem Motto: „Aber nächste Woche gehe ich dann ganz sicher wieder zum Sport!“

Auch das Team von SC.Lötters hat sich Gedanken zu Silvester gemacht. Kurzerhand hat sich ein Teil des Teams dazu entschieden, 2019 am Polarkreis zu begrüßen. Ein kleiner schwedischer Ort (nach dem Ikea sogar einen seiner Tische benannt hat) war unser Zuhause für einige Tage. Richtig hell war es ganze drei Stunden am Tag. Wir haben Rentiere gestreichelt und uns von Hunden durch den Schnee ziehen lassen. Am 31.12.2018 um 12 Uhr nachts haben wir dann aber doch ganz klassisch zusammen mit den anderen Hotelgästen und einem Glas Sekt auf Neujahr angestoßen. Trotzdem war das ein Silvester, das wir so schnell wohl nicht vergessen werden. Kalte Winde haben uns den Kopf durchgelüftet. Polarlichter und die Kultur der Samen haben uns viele neue Eindrücke beschert. Jetzt sind wir wieder erholt zurück in Bonn – die Köpfe voller neuer Ideen für Ihre Wahrnehmung. (LW)

New Fakes gefällig? (03.08.18)

Fluch und Segen – wie jeder große Gesellschaftswandel bringt auch die Digitalisierung ihre positiven und negativen Seiten mit sich. Im Bereich der Nachrichten ist das Ausmaß der Informationsflut, die sich von den Bildschirmen über uns ergießt, ungeheuer geworden. Ungeheuer wichtig; trägt sie doch zu einer differenzierten Meinungsbildung und einem neuen politischen Aktivismus bei. Man sieht sich bequem Videos über unzumutbare Zuständesieht auf der Couch an. Man teilt Statistiken und ruft mit wenigen Klicks direkt noch zu einer Demonstration zum Thema auf. Ungeheuer einfach; und damit ungeheuer gefährlich.

Die Nachrichtenerstattung gehört zu den Grundpfeilern eines Gesellschaftssystems. Ändert sie sich, hat das Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Ursprünglich war eine „Nachricht“ eine Anweisung, nach der es sich zu richten galt. Die man unreflektiert hinnahm und befolgte, denn sie kam von oben. Auch heute nimmt man Nachrichten meist unreflektiert hin, allerdings aus anderen Gründen. Wir gehen davon aus, dass der oberste Anspruch einer Nachricht, die Faktizität, immer gewahrt bleibt. Was aber, wenn der Sender einer Nachricht genau diese Glaubwürdigkeit ausnutzt? Wenn „alternative Fakten“ von höchsten Autoritäten gestreut werden?

Das Konzept der Falschmeldungen ist kein neues. Nur gibt die Digitalisierung nicht nur Personen des öffentlichen Lebens, sondern ausnahmslos jedem Internetuser die Macht in die Hand, falsche Informationen schnell und weit zu verbreiten.

Der englische Ausdruck „Fake News“ wurde 2016 zum Anglizismus des Jahres gekürt und war 2017 in der engen Auswahl für das Unwort des Jahres. Er fasziniert durch die Verbindung von gegensätzlichen Konzepten zu einem neuen Konstrukt: Während die „News“ gerade durch ihren Wahrheitsanspruch definiert sind, wird dieser Anspruch durch das Attribut „Fake“ direkt revidiert.

Die Problematik des Begriffs entsteht aus der Reihenfolge der beiden Wörter: Wenn Fakten auch als „alternativ“ beschrieben werden, bleiben sie doch in unserer Wahrnehmung immer noch Fakten und damit zunächst glaubwürdig.

Stolpert man in den sozialen Medien wieder einmal über interessant anmutende Statistiken, sollte man sich also fragen: News or New Fakes? (HM)