Rückblick II: auskunft.de – eine Alternative zu Google?

11 Februar 2019: Die „auskunft.de“-App wurde offiziell bei einem Pressetalk im Deutschen Museum Bonn im Beisein von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, verschiedenen Vertretern aus Mittelstand und Wirtschaft und den hinter auskunft.de stehenden Investoren vorgestellt. Zweieinhalb Monate Vorbereitung gingen in diesem Abend auf und an diesem Abend zu Ende. Letzte Woche gab es den ersten, hier folgt nun der zweite Teil der Geschichte!

Es nimmt Form an

Nachdem mit dem Deutschen Museum eine Location gefunden worden war, wurde die Struktur des Abends erstellt und stetig ausgebaut. Auf anderen Veranstaltungen knüpften wir Kontakte und begeisterten für das Thema. Radiosender wie RPR1 oder Radio Bonn/Rhein-Sieg wollten unbedingt am Talk teilnehmen oder gleich in Kampagnen mit auskunft.de kooperieren. Unsere Arbeit ging voll auf. Und wir in ihr.

Langsam näherten wir uns dem 11.02. Nun ging es daran, Einladungen zu erstellen und drucken und verschicken zu lassen – eine Aufgabe, die wir mit Bravour erledigten. Ebenso wurden nun Einladungen an die Presse per Mail und Internetlink verschickt. Auskunft.de hatte eine Landingpage angelegt, auf der alle relevanten Inhalte rund um den Abend und eine Anleitung zur App zu finden waren. Wir stellten die Inhalte zur Verfügung, die dann auch in einer Pressemappe gebündelt zu finden waren. Diese Aufgabe bereitete uns und den Beteiligten bei auskunft.de sehr viel Spaß und nahm nicht weniger als eine ganze Woche Zeit in Anspruch. Immer wieder wurden von verschiedenen Seiten Änderungen gewünscht, die Formatierung musste angepasst werden, Inhalte wurden verschoben, Fotos ausgetauscht und die Grammatik und die Rechtschreibung sollten natürlich auch stimmen.

Es ist soweit!

Schließlich war der große Tag da. Wochenlang hatte sich die Aufregung angesammelt. Das Publikum und die Presse waren da und gespannt, die Moderatorin und die Talk-Teilnehmer gebrieft und in guter Laune. Der Minister kam (wie oft haben wir darüber gewitzelt, dass er kurz vorher absagen würde?) und war sichtlich interessiert an der Thematik. Am liebsten hätte er einen roten Knopf gedrückt, um die App zu launchen. Die App wurde vorgestellt, die Talkteilnehmer unterhielten sich über die Relevanz von Digitalisierung im Zusammenhang mit der Region, über auskunft.de als Alternative zu Google, über sichere Kryptowährung (in diesem Fall Stellar Lumen) und das Publikum lauschte gespannt. Die Presse interviewte den Minister und Fabian Brüssel im Nachgang direkt.

Dann folgte der entspannte Teil mit Essen und Getränken (ja, auch um das Catering mussten wir uns natürlich kümmern) und man konnte sich bei dem einen oder anderen Kaltgetränk nun nochmal in Ruhe über das Gehörte und Gesehene austauschen. Als der Abend vorbei war, waren wir froh, dass die lange Arbeit so ein positives Ergebnis gebracht hatte. Und waren ehrlich gesagt auch froh, abends aufs Sofa zu fallen. Doch die Arbeit war natürlich noch nicht vorbei: Im Nachgang wurde eine Pressemeldung verschickt und wir tauschten uns mit der vor Ort anwesenden Presse noch einmal aus. Die Arbeit mit auskunft.de wird also noch lange weitergehen. Den Pressetalk haben wir schon einmal souverän gemeistert. Und Spaß hat es auch gemacht. (PR)

Rückblick I: auskunft.de – eine Alternative zu Google?

11 Februar 2019: Die „auskunft.de“-App wurde offiziell bei einem Pressetalk im Deutschen Museum Bonn im Beisein von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, verschiedenen Vertretern aus Mittelstand und Wirtschaft und den hinter auskunft.de stehenden Investoren vorgestellt. Zweieinhalb Monate Vorbereitung gingen in diesem Abend auf und an diesem Abend zu Ende.

Der Minister kommt!

Bereits im Herbst 2018 war klar, die App sollte Anfang 2019 gelauncht werden. Jetzt war es an SC Lötters, den Launch gebührend und vor allem öffentlichkeitswirksam zu organisieren. Schließlich sollte die auskunft.de-App nicht im stillen Kämmerlein präsentiert werden, sondern vor Publikum mit Rednern und Medien, die darüber berichten.

Bereits Ende Oktober sammelten wir die ersten Ideen. Dass wir Prof. Dr. Andreas Pinkwart, den Minister für Wirtschaft und Digitales in NRW, einladen, stand direkt als Vorschlag im Raum, auch wenn wir im ersten Moment vielleicht kurz darüber geschmunzelt haben. Das Ministerium sagte relativ schnell zu. Dies bestätigte und unterstrich für uns einmal mehr die Relevanz und das öffentliche Interesse an der App. Dass man bis zum Pressetalk quasi einmal wöchentlich den Ablaufplan für das Ministerium ein wenig ändern musste, damit alle Formalitäten korrekt sind, lässt sich da im Endeffekt natürlich leicht verschmerzen.

Neben dem Minister waren die anderen Teilnehmer bereits klar: Fabian Brüssel als Geschäftsführer der alpha9 Marketing und damit auskunft.de war gesetzt, genauso wie die Vertreter der Investoren, der Großverlage, die hinter auskunft.de stehen. Außerdem wurden aufgrund der regionalen Relevanz von auskunft.de Vertreter der Stadt Bonn, des Digital Hub und der IHK Bonn/Rhein-Sieg geladen. Zwar hat das Karussell, wer von den genannten Institutionen denn nun genau kommt, in der nächsten Zeit noch ein wenig rotiert, doch bald standen die Talk-Teilnehmer fest. Und auch das Datum war mittlerweile auf den 11.02. gelegt worden.

Wo soll der Pressetalk stattfinden?

Wir schauten uns mehrere Locations an. Bonn hat eine große und tolle Auswahl passender Lokalitäten für Veranstaltungen dieser Art. Auch hier mussten wir verschiedene Dinge stets berücksichtigen: Gab es genug Parkplätze? Konnte der Fahrer des Ministers für die Zeit des Talks irgendwo unterkommen? Waren die technischen Gegebenheiten für die Nutzung der App da? Jeder von uns hatte drei Gehirne auf einmal, die auf Hochtouren arbeiteten.

Parallel dazu wurde im Büro gearbeitet. Wer sollte den Pressetalk moderieren? Mehrere passende Kandidatinnen standen zur Auswahl, die wir gar nicht erst suchen mussten, sondern die sich vom Thema des Talks direkt angesprochen gefühlt hatten. Und welche Pressevertreter sollten wir einladen? Die Verteiler wurden bearbeitet, aktualisiert und die ausgewählten Pressevertreter bekamen stets aktuelle Informationen zu auskunft.de, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Im nächsten Schritt wählten wir gemeinsam mit alpha9 Marketing aus, wer auf die Gästeliste gesetzt werden sollte. Mit dem Deutschen Museum in Bonn hatten wir mittlerweile eine Location gefunden, die nicht nur die Regionalität Bonns unterstrich, sondern auch den Zusammenhang zur Technik herstellte. Jetzt musste man natürlich auch darauf achten, dass man nicht zu viele Gäste einlädt…

To be continued!

Teil 2 folgt nächste Woche!

Neuromarketing – Komplex wie das Gehirn (04.09.18)

Bei der Begriffsdefinition fängt es schon an. Was ist Neuromarketing eigentlich genau? Und welche Gebiete werden davon erfasst? In der Fachwelt ist man sich uneins. Ist mit „Neuromarketing“ nur die neuralen Grundlagen von ökonomischen Paradigmen gemeint? Oder fallen auch neurowissenschaftliche Untersuchungen über sämtliche Abläufe im Gehirn (etwa Vertrauen, Persönlichkeit, Preisbildung etc.) darunter? Für den Marketingeinsatz wichtig ist eindeutig die erweiterte Betrachtungsweise. Denn nur wenn man die Abläufe im Gehirn in ihrer Gesamtheit versteht, kann man sich mit den grundlegenden Fragen des Marketings auseinandersetzen. Beim Neuromarketing wird also auf die Erkenntnisse aus Hirnforschung und Psychologie zurückgegriffen. Damit werden neue Marketingstrategien entwickelt, um Kunden gezielter zum Kauf anzuregen. Eine beliebte Methode der Analyse ist die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Dabei werden Probanden Reizen ausgesetzt. Die Tomografen machen Livebilder vom Gehirn. Je nach Reiz sind andere Hirnareale aktiv. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen herstellen.

Ein Schritt in Richtung – „Kaufknopf“ im Gehirn?

Nein, so ist es nicht. Diese anfänglich so euphorische Suche gilt mittlerweile als gescheitert. Dennoch bietet dieses Gebiet weiterhin viele Möglichkeiten, um Verbindungen zu erkennen. Die Anwendung der neurologischen Erkenntnisse ist nur etwas komplizierter als erhofft. Eigentlich überrascht das kaum. Immerhin sind wir Menschen auch komplizierte Wesen. Unterbewusst treffen wir Entscheidungen und gaukeln uns gerne vor, doch genau zu wissen, warum wir uns jetzt für dieses oder jenes Produkt entschieden haben. Stets führen wir einen Kampf aus: Emotion vs. Ratio.

Verstand versus Emotionen

Oftmals geht die Ratio dabei als Verlierer hervor. Denn das menschliche Gehirn schenkt emotional geprägten Inhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit. Dadurch bleiben diese besser in Erinnerung. Dann zeigte eine Studie aus 2004, dass für uns Menschen Marken und Image enorm wichtig sind, falls das nicht schon längst bekannt war. Probanden verkosteten die chemisch so gut wie identischen Getränke Pepsi und Coca-Cola. In einem Bilddurchlauf bevorzugte etwa die Hälfte der Probanden Pepsi. Die Sache sah wieder anders aus, als den Testpersonen vorher die Marken der Getränke genannt wurden. Auf einmal schmeckte Coca-Cola besser.

Der Weg ist das Ziel

Eine finale Lösung für optimale Marketingstrategien liefert uns das Neuromarketing bislang auch nicht. Sämtliche Erkenntnisse gewinnt man unter Laborbedingungen. In der Realität werden wir Kunden von ausgeklügelten Strategien angesprochen. Wir sind abgelenkt durch schreiende Kinder. Oder durch eine Nachricht von unserem gestrigen Date. Oder durch einen Song, der uns schon den ganzen Tag nicht aus dem Kopf geht und gerade im Supermarkt gespielt wird. Dennoch geben die Forschungsergebnisse des Neuromarketings wichtige Hilfestellung.

Aber nach wie vor gilt: Über Erfolg und Misserfolg entscheidet das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren.

Alexa, das darfst du aber nicht weitersagen! (25.10.18)

„Alexa, mach mal Musik an. Irgendwas von Queen bitte!“ Schon höre ich Bohemian Rhapsody. „Und noch das Licht im Wohnzimmer dämmen, bitte!“ Schwupps, ist es romantischer. Und das alles, ohne aufstehen zu müssen. Aber Alexa kann noch mehr: Wenn ich vergessen habe, wann ich zum Zahnarzt muss, frage ich sie einfach. Wenn ich etwas googeln will, sowieso. Und bei entsprechender Vernetzung mit einem der Kooperationspartner von ihrem Schöpfer Amazon liest sie mir zum Beispiel auch Artikel von tagesschau.de oder Spiegel online vor, oder aber schließt meinen BMW, der draußen in der Garage parkt, ab. In den USA kann sie sogar meinen Kontostand abrufen und Pizza bestellen.

Ein authentischer Gesprächspartner

Alexa ist, wie zum Beispiel auch Siri von Apple oder der Google Assistant, ein sogenannter Intelligenter Persönlicher Assistent (IPA) oder auch Sprachassistent. Das bezeichnet eine Software, die Spracherkennung, -analyse und -synthese, also die künstliche Erzeugung der menschlichen Stimme, beherrscht. Der Benutzer kann den IPA also ansprechen wie einen Menschen und erhält Reaktionen in Form von natürlichsprachlichen Antworten oder technischen Ausführungen. Fortgeschrittenere Assistenten können sogar Rückfragen stellen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.

Das Ziel der Hersteller ist es, den Sprachassistenten einen möglichst authentischen Dialog mit dem Benutzer führen zu lassen. In den letzten Jahren nutzen immer mehr Menschen diesen persönlichen Begleiter. Besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen stellen Alexa & Co sicherlich eine große Erleichterung dar. Doch es gibt einen Haken: Wie immer zahlen die Benutzer mit ihren Daten.

Der Spitzel im Wohnzimmer

Die Geräte haben, ohne dass wir sie viel in Anspruch nehmen, von vornherein Zugang zu all‘ unseren elektronischen Daten: Kalender, Nachrichtendienste, Adressbücher usw. Wenn wir in Anwesenheit des IPA sprechen, wird alles (!) Gesagte an Datenzentren gesendet, weil die Verarbeitungsprozesse so aufwendig sind, dass sie nicht vor Ort von dem Gerät selbst geleistet werden können. Das bedeutet, dass alle Informationen, die der IPA aktiv oder passiv aufnimmt, außerhalb der eigenen vier Wände gespeichert werden. Unter Umständen sogar außerhalb der eigenen Landesgrenzen, wo andere Datenschutzgesetze gelten. Anders gesagt: IPA sind die besten Spitzel der Welt.

Uneingeschränkte Euphorie über diese neue angewandte Technologie der Künstlichen Intelligenz ist also sicherlich nicht angebracht. Wer Alexa & Co nutzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die neuen Bekannten keine Geheimnisse für sich behalten. (HM)

Filterblase: Unerreichbare Informationen (11.10.18)

Jeder lebt in seiner eigenen Blase, sagt man. Egal, was ich tue, ob an der Arbeit, beim Sport, im Urlaub, beim Ausgehen am Abend oder im Lieblingsgeschäft: Immer treffe ich auf Gleichgesinnte. Nur mit Menschen, deren Blase sich mit meiner eigenen überschneidet, werde ich näher bekannt. Mit ihnen mache ich mehr als nur Smalltalk und freunde ich mich an.

Jeder lebt in seiner eigenen Welt

In den Weiten des Internets hingegen sehen die Dinge ganz anders aus: Hier kriege ich jederzeit jegliche Informationen, kann mich anonym mit allen möglichen Menschen verbinden und austauschen, denen ich so nie begegnet wäre und bin bei allem, was ich tue unbegrenzt und unbeobachtet. Oder?

Nein, sagt dazu der Internetaktivist Eli Pariser, das ist falsch. Denn das Internet zeigt uns nur solche Informationen, die es als für uns relevant einstuft. In seinem Buch „The Filter Bubble: What The Internet Is Hiding From You” (2011) erklärt der Amerikaner, woher das kommt und wie das funktioniert.

Selektierte Suchergebnisse

Die Ergebnisse meiner Suchanfragen im Internet sind gezielt selektiert. Denn der Algorithmus von Webseiten spielt Wahrsager, wenn er die Voraussage trifft, welche Informationen mich persönlich interessieren werden. Das tut er keinesfalls willkürlich, sondern aufgrund der Benutzerinformationen, die er von mir gesammelt hat: Klicks, Suchanfragen, Standortinformationen.

Das ist zunächst einmal praktisch: Google zum Beispiel zeigt mir auf meine Suchanfrage hin solche Webseiten oben an, nach denen ich schon einmal gesucht habe. Was ist also kritisch daran? Der Algorithmus nimmt mir in gewisser Weise die Entscheidung ab, welche Informationen ich aufnehme. Ich verliere den Überblick über die Meinungsvielfalt zu einem bestimmten Thema, weil alle Informationen nur auf einen Aspekt hin ausgerichtet zu sein scheinen. Das führt zu einer intellektuellen Isolation.

Ohne Einfluss auf die Suchergebnisse

Wir haben keinen Einfluss auf unsere digitale Filterblase. Wollen wir das Internet nutzen, müssen wir sie akzeptieren. Und man kann sicherlich auch argumentieren, dass selektierte Informationen besser sind, als ganz auf die Informationsmasse des Internets zu verzichten. Wichtig ist nur, sich die Existenz der Filterblase bewusst zu machen. Wenn ich bestimmte Informationen nicht auf den ersten drei Seiten meines Google-Ergebnisses finde, heißt das keinesfalls, dass sie nicht existieren oder von nur wenigen Leuten gelesen werden.

 

Geplatzte Blase – reale Welt

Wer seine Blase zerplatzen lassen will, hat die Möglichkeit dazu in der realen Welt. Um seine Horizonte zu erweitern und neue Informationen zu erhalten, kann man ganz gezielt Mauern einreißen, und auf Menschen zugehen, deren Blase oft unerreichbar scheint. Sie ist es nicht. (HM)

Es gibt Alternativen zu Google? Das muss ich gleich mal googeln… (27.09.18)

Schon vor 14 Jahren wurde das Verb „googeln“ in den Duden aufgenommen. Der häufige Sprachgebrauch zeigt, wie sehr google.com vorherrscht, wenn es um Suchmaschinen geht. Seit 20 Jahren gibt es die Internet-Suchmaschine bereits. Damals wurde sie im Vergleich zu ihren Konkurrenten so beliebt, weil sie einen neuartigen Ranking-Algorithmus anwandte, der den Suchenden immer nur relevante Suchergebnisse ausspuckte – das spart bis heute Zeit und Nerven. So hat sich Google die Position des weltweiten Marktführers im Bereich Suchmaschinen gesichert.

Kritik an Google

Dabei wird immer wieder Kritik an dem Internet-Giganten laut: Der intransparente Umgang mit Nutzerdaten bis hin zur Missachtung von geltenden Datenschutzgesetzen sorgt regelmäßig für Empörung. Trotzdem ist und bleibt google.com die meistgenutzte Suchmaschine. Dass Google ihre Klicks analysiert, ihre Suchanfragen aufzeichnet, ihre IP-Adresse und Cookies speichert und nur personalisierte Suchanfragen anzeigt – das scheint die meisten Internetnutzer nicht genug zu stören, um sich ernsthaft nach einer anderen Suchmaschine umzusehen. Doch eigentlich ist die Verwendung von Google reine Gewohnheitssache – Alternativen gibt es zuhauf. Hier eine kleine Auswahl:

  1. auskunft.de – Suchmaschine für lokale Unternehmen und Geschäfte

Auskunft.de mit Sitz in Bonn ist die Suchmaschine Nummer 1, wenn es darum geht, regionale Dienstleister und Firmen zu finden. Im Gegensatz zu Google arbeitet das Entwickler-Team nach deutschen Datenschutzbestimmungen und fragt die User um Erlaubnis für die Nutzung der jeweiligen Daten.

  1. duckduckgo.com – Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt.

Duckduckgo erklärt auf ihrer Internetseite, keinerlei Nutzerdaten zu sammeln und zu speichern. Datenschutz und Privatsphäre werden hier großgeschrieben.

  1. startpage.com – Die diskreteste Suchmaschine der Welt.

Auch Startpage verspricht, nichts außer der reinen Anzahl der täglichen Suchanfragen zu speichern. Der Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer steht für Startpage im Fokus.

  1. qwant.com – Die europäische Suchmaschine, die Ihre Privatsphäre respektiert.

Ebenso wirbt Qwant mit strengen Datenschutzbestimmungen. Privatsphäre und Neutralität sind hier die Stichworte.

  1. ecosia.org – Im Web suchen und Bäume pflanzen.

Wer neben Datenschutz auch Wert auf Umweltschutz legt, sollte zu Ecosia wechseln: Die Initiative spendet ihre Einnahmen an verschiedene Aufforstungsinitiativen weltweit. Auch diese Suchmaschine verkauft weder Daten an Werbeträger noch verwendet sie Tracker von Drittanbietern.

 

Welche Alternative ist die wohl für mich die beste? Das muss ich gleich mal googeln… (HM)

Handys bei Konzerten – ja oder nein?

Die amerikanische Rockband „A Perfect Circle“ hat auf ihrer aktuellen Tour eine ganz eiserne Regel eingeführt: Es ist absolut verboten, während des Konzertes Fotos zu machen und zu filmen. Konzertbesucher, die mit Handy in der Hand erwischt werden, werden rausgeworfen. Dass dies keine leeren Versprechen sind, hat die Band bereits das eine oder andere Mal bewiesen. Manch einen Besucher hat das empört, die meisten scheinen jedoch über den kurze „erzwungenen“ Verzicht auf die Social-Media-Pflicht erleichtert zu sein. Endlich kann man in Ruhe einen Moment genießen.

Desillusioniert?

Die Band hat auf ihrem aktuellen Album eins ihrer Lieder dem Thema gewidmet. In „Disillusioned“ geht es um die Abhängigkeit von sozialen Medien, Geräten und veränderter Wahrnehmung. “Dopamine” singt Sänger Maynard James Keenan immer wieder. Denn bei den Glücksgefühlen, die die Aufmerksamkeit der anderen in den sozialen Medien hervorruft, wird genau das ausgeschüttet. Die Band vergleicht das mit Pavlov‘s Hunden. So wie die Glocke bei Ihnen in Erwartung von Futter (auch wenn es keines gab) Speichelfluss auslöste, wird bei uns Dopamin ausgeschüttet, wenn ein Social Media Messenger auf dem Handy blinkt. Also gilt bei Konzerten: Runter mit den Smartphones, die wir nur zur Hand nehmen, weil wir eigentlich total desillusioniert sind. Stattdessen sollten wir uns aufeinander fokussieren und aufeinander besinnen. Die Ironie wird aufgedeckt, wenn man bedenkt, dass viele gerade das Lied über ihr Handy hören oder sich gegenseitig News über die Band oder diesen Text hier über soziale Netzwerke schicken.

Man vergisst, den Moment zu leben

Es ist aber auch nervig. Man ist bei einem Konzert, das Licht geht aus, die Intro-Musik beginnt, die Stimmung steigt – und das gefühlt komplette Publikum zückt die Handys und streckt sie filmend in die Höhe. Man versucht, den Moment für die Zukunft einzufangen. Den Moment in der Gegenwart – das eigentlich Wichtige – bekommt man aber dabei überhaupt nicht mit.

Viele KonzertbesucherInnen bleiben aber noch beharrlicher und filmen nicht nur ab und zu zwischendurch, sondern manchmal das halbe Konzert mit. Wenn diese Person erstens größer als man selbst ist und man zweitens dementsprechend das Geschehen auf der Bühne nur noch den kleinen Displays vor sich mitverfolgen kann und selbst des Konzerterlebnisses und des Moment-Genießens beraubt wird, kann einem schonmal der Kragen platzen. Am Ende kommt eh ein schlecht gefilmtes Video heraus, auf dem man wenig erkennt und nur Krach hört. Da sollte man sich doch auf das viel „bessere“ Jetzt besinnen, von dem man mehr hat uns aus dem man viel mehr mitnehmen kann.

Darf man filmen?

Auch rechtlich ist das Filmen eine schwierige Sache. Es wird meist auf Tickets und an der Location darauf hingewiesen, dass nicht gefilmt werden soll, doch die wenigsten halten sich daran. Andersherum wird das Ganze viel strikter gehandelt: Wenn die Musiker ihre Konzerte für Live-Übertragungen oder spätere Veröffentlichungen mitfilmen lassen, gibt es vorher eine große Ankündigung für das Publikum und man hat die Möglichkeit, sich dagegen entscheiden und zu gehen oder gar nicht erst auf das Konzert zu gehen. Die Künstler haben diese Freiheit nicht. Im Gegenteil, sie leben davon, dass ihre Musik gekauft und verkauft wird und nicht in schlechter Qualität frei verfügbar gemacht wird.

A Perfect Circle haben es kürzlich bei ihrem Auftritt in Hamburg geschickt gelöst. Beim letzten Lied erklärte Sänger Keenan kurz vor Ende, man dürfe nun bis zum Ende des Konzertes filmen. Kurze irritierte Blicke – und fast alle Anwesenden zückten ihre Handys und filmten die glorreichen letzten anderthalb Minuten. Wie eine Armee, die nur darauf gewartet hatte, einen Befehl entgegen zu nehmen. Was die Band wohl gedacht hat? Wir sind anscheinend nur desillusionierte Marionetten. (PR)

Wird Virtualität immer realer? (19.08.18)

Meine Sinne sind komplett eingenommen. Klar, wenn ich darauf achte, merke ich schon, dass ich auf einem Stuhl sitze und mir der Wind durch das geöffnete Fenster in mein Gesicht weht. Doch es ist so leicht, sich ganz dem hinzugeben, was Augen und Ohren mir vorgaukeln. Ich bin irgendwo im Ozean, vor mir liegt ein Schiffswrack, überwuchert von Wasserpflanzen und belebt von Wassertieren aller Art und Couleur. Wenn ich mein Kinn gen Himmel recke, sehe ich nichts als Wasser – nur ganz oben schimmert kaum wahrnehmbar etwas Sonnenlicht durch das tiefe Dunkel…

Als plötzlich jemand hinter mir spricht, schrecke ich auf. Ich drehe mich auf meinem Drehstuhl um hundertachtzig Grad. Direkt vor meinem Gesicht steht eine Frau und schaut mich fragend an. Ich drehe mich wieder zurück: Weg ist der Ozean, stattdessen stehe ich in einem Schlafzimmer. Als links von mir ein Knall ertönt, reicht es mir: Ich klappe einen meiner Kopfhörer nach oben, um wieder mehr von der wirklichen Realität mitzubekommen, und weniger von der virtuellen.

Der Hype um Virtual Reality

Auch wenn die Wenigsten bereits selbst einmal ausprobiert haben, sich der wichtigsten Sinne beraubt in ein computergeneriertes Leben zu stürzen, ist der Hype um die virtuelle Realität (VR) keineswegs neu. Bereits 1992 sprachen Wissenschaftler davon, VR würde bald zum Alltag der meisten Menschen gehören. Obwohl es soweit noch immer nicht ist, stehen die Chancen für Firmen wie Oculus VR (übernommen von Facebook) und Microsoft heute gut: Nicht nur die Spieleindustrie setzt auf VR, auch in Filmen, bei Videotelefonaten, im Sport, in der Kunst, für Trainings aller Art und in der Bildung soll die virtuelle Realität in Zukunft vermehrt mitmischen. Natürlich wird sie auch für das Marketing zunehmend interessant, schließlich kann das virtuelle Erlebnis sehr intensive Emotionen auslösen. Sind VR-Brillen erstmal einer größeren Zielgruppe zugänglich, können Menschen durch sie gezielt beeinflusst werden. Das Ziel der Entwickler: die hundertprozentige Immersion.

Ein Realitätsverlust auf Zeit also, Interaktion mit Vorgetäuschtem – ist das wirklich, wonach sich der moderne Mensch auf Dauer sehnt? (HM)

Silvester bei -15 Grad

„Frohes Neues Jahr!!“ und prompt werden Umarmungen und Küsse ausgetauscht und mit einem Glas Sekt wird auf den Jahreswechsel angestoßen. So sieht Silvester wohl bei den meisten Menschen aus. Man verabschiedet das alte Jahr und begrüßt das Neue freudig. Man wünscht sich und anderen ein gutes neues Jahr und hofft vielleicht sogar auf ein besseres 2019, als es ein 2018 war.

In der Gesellschaft ist jedoch zunehmend zu beobachten, dass der Jahreswechsel nicht mehr ganz so freudig erwartet wird. Immer mehr Menschen freuen sich nicht auf die Silvesterparty, sondern auf den Morgen danach, wenn alles vorbei ist. Denn die Frage „Hast du eigentlich schon Pläne für Silvester?“ wird immer früher gestellt. Bevor der Weihnachtstrubel überhaupt richtig angefangen hat, muss man sich schon Gedanken darüber machen, ob man zu Silvester einlädt oder eingeladen werden will. Ist Weihnachten noch ein klassisches Familienfest – und die Gästeliste insoweit lange bekannt – ist an Silvester alles möglich: Von einem Abend allein und in Harmonie mit sich selbst, über die Bewirtung von ein paar Gästen mit Raclette und Dinner-for-one, bis hin zu lauten Parties mit wildfremden Menschen.

Dabei darf man sich bei seiner Entscheidung aber nicht zu lange Zeit lassen. Tische sind schnell ausgebucht, Gastgeber wollen eine frühe Zusage und auch für Veranstaltungen steht man wohl besser zeitig auf der Gästeliste. Und dann auch immer diese Vorsätze. Irgendwie wird es erwartet, dass man welche hat. Dass diese dann meistens doch nicht eingehalten werden, scheint kaum jemanden zu stören. Klassisches Beispiel: Mehr Sport treiben. Ich will nicht wissen, wie viele Karteileichen den Fitnessstudios den monatlichen Mitgliedsbeitrag überweisen. Getreu dem Motto: „Aber nächste Woche gehe ich dann ganz sicher wieder zum Sport!“

Auch das Team von SC.Lötters hat sich Gedanken zu Silvester gemacht. Kurzerhand hat sich ein Teil des Teams dazu entschieden, 2019 am Polarkreis zu begrüßen. Ein kleiner schwedischer Ort (nach dem Ikea sogar einen seiner Tische benannt hat) war unser Zuhause für einige Tage. Richtig hell war es ganze drei Stunden am Tag. Wir haben Rentiere gestreichelt und uns von Hunden durch den Schnee ziehen lassen. Am 31.12.2018 um 12 Uhr nachts haben wir dann aber doch ganz klassisch zusammen mit den anderen Hotelgästen und einem Glas Sekt auf Neujahr angestoßen. Trotzdem war das ein Silvester, das wir so schnell wohl nicht vergessen werden. Kalte Winde haben uns den Kopf durchgelüftet. Polarlichter und die Kultur der Samen haben uns viele neue Eindrücke beschert. Jetzt sind wir wieder erholt zurück in Bonn – die Köpfe voller neuer Ideen für Ihre Wahrnehmung. (LW)

New Fakes gefällig? (03.08.18)

Fluch und Segen – wie jeder große Gesellschaftswandel bringt auch die Digitalisierung ihre positiven und negativen Seiten mit sich. Im Bereich der Nachrichten ist das Ausmaß der Informationsflut, die sich von den Bildschirmen über uns ergießt, ungeheuer geworden. Ungeheuer wichtig; trägt sie doch zu einer differenzierten Meinungsbildung und einem neuen politischen Aktivismus bei. Man sieht sich bequem Videos über unzumutbare Zuständesieht auf der Couch an. Man teilt Statistiken und ruft mit wenigen Klicks direkt noch zu einer Demonstration zum Thema auf. Ungeheuer einfach; und damit ungeheuer gefährlich.

Die Nachrichtenerstattung gehört zu den Grundpfeilern eines Gesellschaftssystems. Ändert sie sich, hat das Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Ursprünglich war eine „Nachricht“ eine Anweisung, nach der es sich zu richten galt. Die man unreflektiert hinnahm und befolgte, denn sie kam von oben. Auch heute nimmt man Nachrichten meist unreflektiert hin, allerdings aus anderen Gründen. Wir gehen davon aus, dass der oberste Anspruch einer Nachricht, die Faktizität, immer gewahrt bleibt. Was aber, wenn der Sender einer Nachricht genau diese Glaubwürdigkeit ausnutzt? Wenn „alternative Fakten“ von höchsten Autoritäten gestreut werden?

Das Konzept der Falschmeldungen ist kein neues. Nur gibt die Digitalisierung nicht nur Personen des öffentlichen Lebens, sondern ausnahmslos jedem Internetuser die Macht in die Hand, falsche Informationen schnell und weit zu verbreiten.

Der englische Ausdruck „Fake News“ wurde 2016 zum Anglizismus des Jahres gekürt und war 2017 in der engen Auswahl für das Unwort des Jahres. Er fasziniert durch die Verbindung von gegensätzlichen Konzepten zu einem neuen Konstrukt: Während die „News“ gerade durch ihren Wahrheitsanspruch definiert sind, wird dieser Anspruch durch das Attribut „Fake“ direkt revidiert.

Die Problematik des Begriffs entsteht aus der Reihenfolge der beiden Wörter: Wenn Fakten auch als „alternativ“ beschrieben werden, bleiben sie doch in unserer Wahrnehmung immer noch Fakten und damit zunächst glaubwürdig.

Stolpert man in den sozialen Medien wieder einmal über interessant anmutende Statistiken, sollte man sich also fragen: News or New Fakes? (HM)

Gute Vorsätze (03.01.18)

Warum jetzt Zeit für gute PR ist!

Kaum neigt sich das Jahr dem Ende, kennen die meisten nur ein Thema – die guten Vorsätze für das neue Jahr. Alles anders machen! Durchstarten! Woran ich dies am meisten merke? In meinem Sportstudio ist es voll, und zwar immer, egal wann ich komme. Sport steht ganz oben auf der Liste, gleich hinter einer Diät! – Jetzt aber! Dabei wird kein Gelübte so leicht gebrochen, wie das der guten Vorsätze zum neuen Jahr! Also entspanne ich mich, auch wenn es noch so voll ist beim Sport, denn zwei Drittel halten ihre Vorsätze nicht mal bis Ende Januar durch. Also wird es auch bald wieder leerer! Und meine Freundinnen gehen auch schon bald wieder mit zum Essen.

Und wie ist es mit der Öffentlichkeitsarbeit? Eigentlich genau so! Ach ja, wir müssten Mal. Lassen Sie uns nächstes Jahr sprechen! Unbedingt, wollen wir schon lange mal machen. Doch umgesetzt werden von diesen Lippenbekenntnissen nur wenige. Über die Idee und erste Gespräche kommen die wenigsten hinaus. Aber warum ist das so?

Keine Call-to-action-Button!

Weil gute PR nicht direkt messbar ist. Gute PR wirkt sich langsam aus und trägt keinesfalls sofort Früchte. Das ist vielen Unternehmen zu ungewiss. Sie wollen schnell wissen, wofür sie Geld ausgeben. Sind die ersten Veröffentlichungen in den Medien zu lesen, fragt man schon, warum keiner angerufen hat. Die Antwort lautet: Weil eine Pressemeldung keinen „Ruf mich an Button“ enthält! Ganz einfach! Eine Pressemeldung soll neutral informieren! Und nichts verkaufen! Also ruft auch in den seltensten Fällen jemand an und bestellt etwas!

Maximale Superlative!

Ein anderer Grund ist, dass gerade PR oftmals nebenbei und einfach so mit anderen Dingen zusammen gemacht wird. Schreiben kann doch jeder! Und sobald man es eben nebenbei macht, ließt es sich auch so. Hier kann man Werbetexte nicht von neutralen Presseinformationen unterscheiden. Von Schönsten, Besten und Größten ist durchgängig die Rede. Hand aufs Herz, wollen Sie solche Texte in den Medien Ihrer Wahl lesen? Sind diese Texte neutral und glaubwürdig? Eher wenige, maximal als gekaufte Anzeige oder als Advertorial!

Nicht gleich springen, kleine Schritte reichen

Was also tun, um gute Vorsätze und ihre Durchführung doch endlich einmal für längere Zeit umzusetzen? Und vielleicht doch einmal neutrale und vor allen Dingen gute Pressearbeit zu machen? Hier ist es wie beim Sport und einer Diät, langsam in kleinen Schritten, um nicht gleich die Lust zu verlieren. Zwischenziele stecken, es müssen ja nicht gleich 10 kg in 10 Tagen sein!

Also in regelmäßigen Abständen erste Pressemeldungen. Dann vielleicht einmal Fachtexte oder Sukzess-Storys, die man gerne liest. Und ganz wichtig! Lassen Sie jemanden schreiben, der es kann und es nicht mal eben nebenbei mitmacht!

Hunter’s Weihnachtsblog

Ah ja, die Weihnachtszeit. Man kann sie lieben, man kann sie hassen. Aber eines ist sicher: In dieser Zeit besinnt man sich auf Wesentliches und lässt das vergangene Jahr Revue passieren. Das habe ich mal getan und musste feststellen, dass ich einiges nicht mehr auf dem Schirm hatte.

Ein kurzer Rückblick 2018

Wussten Sie etwa noch, dass wir bei den olympischen Winterspielen in Pyeongchang eine richtig gute Bilanz erzielt haben?  14 Mal Gold, 10 Mal Silber und 7 Mal Bronze! Aber natürlich gab es in diesem Jahr nicht nur Gutes zu berichten. So ereilte uns das WM-Aus in der Vorrunde. Und der Sommer, tja, darüber brauchen wir nicht wirklich zu reden. Wochen lang kein Regen, angedrohtes Bewässerungsverbot für die Gärten in einigen Regionen und hohe Benzinpreise. Da finde ich es deutlich besser, dass wir jetzt Winter haben. Ich persönlich bin nämlich ein großer Fan der Weihnachtszeit.

Gemütlichkeit und leckeres Essen

Erstens: in meinem Zuhause gibt es fast jeden Tag herrliche Gerüche. Mal erschnuppere ich süße Weihnachtskekse, mal herrlich deftigen Gänsebraten. Sobald Frauchen also in die Küche geht, bin ich mit von der Partie – man weiß ja nie, ob nicht doch etwas in meinen Napf fällt…

Zweitens: Hier ist es immer warm und gemütlich. Wenn ich nach meinem Spaziergang von draußen wieder reinkomme, kann ich mich gleich ganz entspannt in mein Körbchen kuscheln und den ganzen Tag verschlafen.

Drittens: Es gibt Besuch! Und zwar jede Menge! Jetzt sagen die Grinche unter Ihnen vielleicht, dass das alles nur Stress bedeutet. Man muss durch die kalte Nacht fahren, muss sich richtige Kleidung (keine Jogginghose) anziehen und Familienfeste sind eh immer stressig. Aber zu alle dem kann ich nur eines sagen: Wissen Sie eigentlich wie toll es ist, wenn man im Mittelpunkt des Geschehens ist? Wenn Kinder lachen und kleine Geschenke Augen feucht werden lassen? Wenn einen ganz viele freudige Gesichter angrinsen, und weiche Hände einen streicheln? Ich verstehe gar nicht, warum nicht jeden Tag Weihnachten ist.

Ich liebe Weihnachten

Denn mal ehrlich, was will Hund eigentlich mehr? Bevor ich also ganz berauscht von den festlichen Tagen bin und im Fresskoma liege, wollte ich mich noch mal bei Ihnen melden und eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit wünschen. Und wenn Sie bisher kein Fan von Weihnachten waren, habe ich Sie jetzt vielleicht umgestimmt. Machen Sie das Beste aus den Feiertagen und ich freue mich, Sie im nächsten Jahr hier bei SC Lötters wieder begrüßen zu dürfen. (Hunter)

Dirty Sound Magnet: “Social Media Boy”

Die Band Dirty Sound Magnet aus der Schweiz hat im November eine neue Single veröffentlicht: Social Media Boy. Das Lied ist, laut Band, „about you and me and your mummy.“

Im dazugehörigen Musikvideo sieht man den Protagonisten, den Social Media Boy, der von seinem Handy geweckt wird, und direkt dort und an seinem PC online geht. Ein Paketbote bringt ihm Kleidung, die er im Internet bestellt hat und die er natürlich sofort fotografiert und teilt. Die „Wolke“, in der er sich in seiner digitalen Welt befindet, wird schön bildlich dargestellt: Darin stehend und schwebend werden der Social Media Boy und seine Kontakte gezeigt. Katzenvideos schaut er beim Pizzaessen, Musik hört er, während er tippt. Ein modernes Phänomen, das wir alle kennen: Es gibt nur noch Gleichzeitigkeit, selten konzentriert man sich noch auf eine einzige Sache.

Seinen Geburtstag inszeniert der Social Media Boy fürs Netz: Er hängt Deko auf und fotografiert sie. Im echten Leben ist keiner da, online wird er gefeiert und bekommt Glückwünsche über Glückwünsche. Seine Freunde decken durch ihre Kleider und Accessoires verschiedene Typen der Online-Welt ab, zum Beispiel Mode-Interessierte oder hippe Reisende.

Wir sind alle Social Media People

Wir alle kennen das. Und wir alle sind auf gewisse Weise immer ein wenig erschrocken, wenn uns diese Realität, vor der wir ja teilweise in die digitale Welt fliehen, aufgezeigt wird. Aber geändert wird in den seltensten Fällen etwas daran. Die Band spielt damit. Und das macht die Ironie des Liedes und der Band aus. Denn natürlich, selbstverständlich, verbreitet die Band den Song über soziale Netzwerke. Dort wird er geliked, geteilt und ähnliches. Für Bands und Musiker sind soziale Medien enorm wichtig.

Social Media Marketing ist für Musiker & Bands essenziell

Was damals mit MySpace als musikorientierter Plattform angefangen hat, ist mittlerweile durch Facebook u.ä. Standard geworden. Online-Marketing ist für Musiker, egal ob jung oder alt, erfolgreich oder nicht, einer der wichtigsten Aspekte, um gehört und bekannt zu werden. Daher ist die Kritik von Dirty Sound Magnet mit ihrem Song durchaus ironisch, denn auch dieser wird erfolgsorientiert online vermarktet werden. Aber sie schließen sich ja, wie man dem obigen Statement entnehmen kann, nicht aus. Das ist sympathisch und authentisch. Denn, wie passend in dem Song beschrieben, ist jeder ein Social Media Boy oder Girl, und betreibt sein eigenes Marketing in den sozialen Netzwerken.

Gleichzeitig ist auch fast jedem dieser doppelte Boden bewusst. Und alle machen mit. Als B-Seite gibt es auf der Single übrigens den Song „Hashtag Love“. Die ironisch angehauchte Thematik wird also beibehalten. Am Ende des Videos gibt es noch einen schönen Gag, als eine Frau ins Bild kommt und in bekannter Influencer-Manier auffordert, auf sämtlichen sozialen Plattformen der Band zu folgen. (PR)

Und passend zur Thematik hier noch einige Surftipps zu Dirty Sound Magnet:
Homepage
Facebook
Twitter
Bandcamp
YouTube
Instagram
Spotify

Hunter’s Blog – The Dog-Blog

Hallo, ich bin Hunter und ich finde, wir brauchen mehr Bürohunde in Deutschland.

Lassen Sie mich Ihnen einige Fragen stellen: Wer sagt eigentlich, dass Büros nur für Menschen gedacht sind? Und andersherum: Wer sagt, dass Hunde nur in privaten Haushalten etwas zu suchen haben? Ein Tier im Büro ist stresssenkend und sorgt für mehr Freundlichkeit, wie Ihnen die Bürohund-Lobby, der „Bundesverband Bürohund“ bestätigen wird (ja, den gibt es wirklich!). Wir haben es zunächst mit vielem versucht: Schlangen, Spinnen, Fischen (die sind übriggeblieben), aber am besten klappt es mit mir.

 

Bürohunde verbessern das Arbeitsklima

Ja, ich verbessere das Arbeitsklima. Ich sorge dafür, dass alle gut gelaunt sind – okay, manchmal sähe ich Zwietracht, in dem ich eine Person der anderen vorziehe, aber damit will ich nur die Bürodynamik aufmischen – und bin außerdem einer der besten Schreiber bei SC Lötters. Sie sollten meine Pressetexte lesen! Ich sorge bei den Mitarbeitern für Inspiration und neuen Input, alleine dadurch, dass sie mit mir zwischendurch raus müssen und sich die Birne durchlüften lassen um dann mit frischen Ideen erneut ans Werk zu gehen, während ich es mir unterm Schreibtisch gemütlich mache. So wird bei uns allen der Stress gesenkt. Und das Wichtigste: Zur zwischenzeitlichen Ablenkung brauchen wir keine Katzenvideos.

 

Hunde im Büro sind Alleinstellungsmerkmale für Unternehmen

Ihr seht, bei SC Lötters kennt man sich nicht nur mit IT aus, sondern kann auch wunderbar „betreuen“ – egal, ob Hunde oder Kunden (der Unterschied ist für mich da eh nicht so groß). Wer jetzt noch meint, dass ich nur ein nettes Accessoire am Arbeitsplatz bin, kann mir mal Pfötchen geben. Ich habe zu allerlei Dingen Meinung und sehe Dinge, die meinen zweibeinigen Kollegen verborgen bleiben. Ihr werdet in Zukunft also mehr von mir hören!

Euer Hunter

Künstliche Intelligenz Teil 1 – Social Bots und das Vertrauen, das wir ihnen entgegenbringen

„Die Gefahr der Künstlichen Intelligenz liegt nicht darin, dass Maschinen mehr und mehr wie Menschen denken, sondern dass Menschen mehr und mehr wie Maschinen denken“, sagte Joseph Weizenbaum, Erfinder des 1966 entwickelten Chatbots Eliza, einst. Eliza, das ist so etwas wie der Vorläufer – oder die Mutter – von Alexa oder Siri.

Ich bewerbe mich bei einer Maschine

Chatbots basieren auf Algorithmen, die das Leben vereinfachen sollen. Auch Unternehmen nutzen sie für sich und ihre Kunden. Das kann einerseits ein Chatbot sein, der Fragen auf der Unternehmenswebsite beantwortet, das kann aber auch andererseits ein Chatbot sein, der Kandidaten für Bewerbungsgespräche in einer Art Vorrundengespräch filtert.

Die Erstellung eines Persönlichkeitsprofils ist dabei für diese Bots nichts Neues. Man erlebt es täglich in den sozialen Medien: Als User liket man Beiträge oder schaut sich Videos an und schon bekommt man per Algorithmus ähnliche Inhalte gezeigt. Die nächste Stufe sind Social Bots, die wie reale Personen agieren und kommunizieren und so – passend zu Weizenbaums Zitat – Meinungen vorgeben.

Ich fühle, also bin ich (k)eine Maschine

Mittlerweile wird an Emotionsmessung durch Künstliche Intelligenz gearbeitet. Das heißt, das KI (Künstliche Intelligenz) bald Stimmungen und Gefühle heraushören oder aus unserer Mimik ablesen kann. In einem Bewerbungsgespräch könnte das von Nutzen sein, es macht fast einen menschlichen Gesprächspartner seitens des Unternehmens überflüssig. Die Frage nach dem Vertrauen gegenüber KI wird jedoch sehr durchwachsen beantwortet. Bei einer Befragung der Initiative „Snapshot from the chiefs of marketing“ gab die Hälfte der Teilnehmer/innen an, dass der Einfluss von KI auf Marketing kein Problem sei. Kunden würden sich gern von Künstlicher Intelligenz analysieren lassen, wenn sie einen Nutzen davon haben. Ein Drittel dagegen zeigte sich skeptisch, da es gerade bei der Emotionsmessung um sensible Daten geht.

Ich bin kreativ, also keine Maschine

Auf den Medientagen in München reagierte Jung-von-Matt Gründer Jean-Remy von Matt jedoch entspannt auf das Thema KI. Technologie sei einholbar. Selbst wenn alle innovativen Technologien irgendwann Standard wären, würde das wichtige Schlüsselelement „Kreativität“ die entscheidende Rolle spielen. Das sei schon immer so gewesen. Es werde der Punkt kommen, an dem es wieder mehr um Inhalte statt um Technologie geht. Sein Fazit: „Erfinden Sie einzigartige Ideen, die kein Algorithmus generieren kann“.

Social Media und Mittelstand

Die sozialen Medien sind eine immens wachsende Branche. Längst hat jeder U60-jährige mindestens eine Social-Media-App auf seinem Handy. Vor allem ist aber die jüngere Generation auf vielen verschiedenen Plattformen aktiv. WhatsApp, um mit Freunden und Familie zu „texten“, Twitter für die Meinungsäußerung, Instagram, um sich mit gut geschossenen Fotos als „Influencer“ zu versuchen. Hinzu kommen noch Snapchat, Pinterest, Facebook, Tumblr, Youtube, Xing u.v.m.

Dass sich die sozialen Medien aber nur in unser Privatleben einmischen, gehört spätestens seit Trump der Vergangenheit an. Dieser nutzt seinen Twitter-Account auch gerne mal, um Politik zu betreiben. Ob das in diesem Fall eine so gute Idee ist, sei dahingestellt. Festzuhalten ist: der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat knappe 55 Millionen Follower, die er mit seinen „News“ erreicht. Warum sollten also nicht auch Unternehmen dieses Potential für sich nutzen?

Quantität statt Qualität

Eine eigene Webseite zu haben, reicht heutzutage nicht mehr aus. Die Markenbildung läuft immer mehr auch über die Sozialen Medien. Dabei sollte nicht der Fehler gemacht werden, alle verfügbaren Kanäle bedienen zu wollen. Der Aufwand ist für den Mittelstand oftmals zu hoch und führt nur zu mittelmäßigen Beiträgen und Ergebnissen. Vielmehr kommt es auf Individualität und Ideenreichtum an. Kleine und mittelständische Unternehmen sollten sich fragen: Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen? Was möchte ich dieser näher bringen? Wie mache ich das am besten? Zur Auswahl stehen etwa Kurznachrichten, Fotos, Videos, Live-Streams. Das ganze auch noch entweder dauerhaft verfügbar oder nur für 24 Stunden sichtbar. Je nach Unternehmen ist das eine sinnvoller als das andere. Eine Konditorei etwa kann mit appetitlichen Fotos auf Instagram viel mehr erreichen als mit kurzen Tweets auf Twitter. Der Trick ist, dass für sich passende Format herauszusuchen und dieses Potential auszunutzen.

Mit Youtube auf Azubi-Suche

Ein Beispiel für einen erfolgreichen Social-Media-Post lieferte zuletzt ein Glaser aus Cuxhaven. Dieser hatte noch 2 Ausbildungsplätze zu vergeben. Kurzerhand entschied er sich, mit einem Video auf Youtube sein Glück zu versuchen und wurde bundesweit bekannt. Zunächst zerschellt eine riesige Glasscheibe. Nach diesem Eyecatcher wirbt er auf sympathische Art und Weise mit allen relevanten Informationen für seinen Betrieb und sein Ausbildungsangebot. Das Ergebnis: er konnte sich vor Bewerbungen kaum retten und die freien Stellen besetzen. So einfach kann es gehen. (LW)